Mehr als 300 mal musste die Feuerwehr im Land in der Silvesternacht ausrücken. Es gab zahlreiche Brände, außerdem sorgte starker Nebel für teils schwere Unfälle. An vielen Orten haben laut Leitstellen Mülltonnen gebrannt, aber es gab auch größere Einsätze.

In Husum st in der Nacht eine Doppelhaushälfte komplett ausgebrannt, in Flensburg brannten zwei Dachstühle.

In Pinneberg kämpfte die Feuerwehr lange gegen Flammen in einer leerstehenden Lagerhalle.

In Rendsburg sorgte ein Kellerbrand für einen Großeinsatz. Da musste die Feuerwehr 18 Menschen aus einem Wohnhaus holen.

In Bad Schwartau mussten 20 Bewohner aus ihrem Wohnhaus gerettet werden. Dort hatte zuerst ein Müllcontainer gebrannt. Das Feuer griff nach Angaben der Feuerwehr dann auf die Hausfassade über und erfasste den Dachstuhl.

In Müssen im Kreis Herzogtum Lauenburg wurden Feuerwehrleute bei einem Einsatz mit Böllern beworfen. Verletzt wurden niemand. Die Kripo ermittelt.

Auch die Rettungsdienste hatten viel zu tun:

In Kiel mussten nach Angaben der Leitstelle mehrere Menschen mit Böllerverletzungen ins Krankenhaus. Zwei von ihnen wurden so schwer verletzt, dass sie direkt an die Handchirurgie in Lübeck überwiesen werden mussten.

Einen Großeinsatz gab es außerdem auf der A23 in Höhe Itzehoe. Wegen einer Nebelwand kam es gegen 01:30 Uhr in der Nacht zu einer Massenkarambolage mit mindestens 10 Autos. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt. Neun Rettungswagen und fünf Notärzte waren vor Ort, unterstützt von den THW-Ortsgruppen Elmshorn und Itzehoe.

von

Günter Schwarz – 01.01.2020