Nicht nur das neue Jahr hat begonnen, sondern gleich ein ganz neues Jahrzehnt. Eventuell Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, wo man in den nächsten Jahren hin will. Nicht nur privat, sondern auch gesamtgesellschaftlich. 

Uns ist aufgefallen, dass gerade die „Einheit“ eine große Herausforderung stellen könnte. Schon 2019 empfanden wir den „Tag der Einheit“ am 3. Oktober als schlechten Scherz, in einem Land, welches gespalten ist, wie kaum in einer Zeit davor. Arm gegen Reich, Alt gegen Jung, Weiß gegen Bunt, Rechts gegen Links, Muslim gegen Juden, Trans gegen Frau, Gender gegen Grammatik … und bei alledem dürfe man ja nichts sagen, hieß es…

An „Meinungsfreiheit“ mangelt es nicht. Im Gegenteil. Es kommt doch eher so vor, als bestünde jeder auf seiner Meinung als wäre diese festgemeißelt. 

Dabei werden Meinungen dann auch nicht differenziert diskutiert, sondern in Lager gespalten. Wer nicht „für“ etwas ist, ist vermutlich auf ganzer Linie dagegen und das von der schlimmsten Sorte und hat Schimpf und Schande verdient. Was für eine ungesunde „Diskussionsgrundlage“ ist das denn?!

Die größten Schreihälse findet man dann auch sehr leicht in den Sparten, die sehr lautstark und wortreich Toleranz für sich selbst einfordern. Dieses Niederbrüllen der Oposition schadet der Gesellschaft am Ende weit mehr, als jeder mögliche Kompromiss, der einer Sache sicherlich dienlich wäre. Zumindest dienlicher als harte Fronten. 

Als Beobachter neigt man dazu, die Flinte ins Korn zu werfen. Tatsächlich erwarten wir nicht, dass mit dem neuen Jahr und Jahrzehnt Vernunft und Besonnenheit in das Volk fährt. Man kann nur abwarten und hoffen, dass die Brandstifter und Seperatisten mit ihren „Meinungen“ nicht alles kaputtmachen. 

Die Hoffnung stirbt zuletzt.