Als die Sønderjyderne (Südjüten) in diesen Tagen vor 100 Jahren erwachten, erblickten sie bunte Poster an den Laternenpfählen. Der Wahlkampf und die Abstimmung an der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland begann.

Vor 100 Jahren, am 10. Januar 1920, wurde der Wahlkampf gestartet. Es begann eine Schlacht um die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland.

„1864 wurde die Entscheidung über den Grenzverlauf mit Bajonetten und Kanonen durchgesetzt. 56 Jahre später wurde eine Entscheidung getroffen, die auf der Meinung des Volkes beruhte“, sagt Hans Schultz Hansen, Vorsitzender der Historisk Samfund for Sønderjylland (Historischen Gesellschaft Südjütlands).

Die historische Gesellschaft veranstaltet drei Veranstaltungen, um zu feiern und zu präsentieren, was damals passiert ist. So startet der Wahlkampf von 1920 eine breite Palette von Veranstaltungen und Events, die im Laufe des Jahres 2020 zum 100. Jahrestag der Wiedervereinigung Dänemarks stattfinden.

Der Wahlkampf – und die neue Chance – stieß bei den Menschen auf ein großes Interesse und Engagement. Hans Schultz Hansen spricht über den Wahlkampf, der 1920 stattfand. Der Wahlkampf erregte viel Aufmerksamkeit, nachdem neue Wahlkampfmittel eingesetzt wurden. In der ganzen Region prägten Wahlplakate die Laternenpfähle des Landes – und das sogar in Farbe.

„Der Wahlkampf wurde mit der Einführung der Plakate modernisiert. Handbücher und Flugblätter sollten auch die Wähler und die Menschen erfassen und beeinflussen“, sagte der Vorsitzende.

Um sich auf den ganz besonderen Wahlkampf mit den auffälligen und farbenfrohen Plakaten zu konzentrieren, veranstaltet die historische Gesellschaft im Laufe des nächsten Monats drei Veranstaltungen.

Am 14. Januar können Sie hören, welche Mittel verwendet wurden und mit welchen Argumenten gestritten wurde, wenn Sprecher des Plakatmuseums und der Slesvigske Samling (Sammlung Schleswig) an der Musik- og Teaterhøjskolen (Musik- und Theaterhochschule) in Toftlund davon berichten.

Am 13. Februar wird die Historisk Samfund for Sønderjylland versuchen, die Atmosphäre von damals wiederherzustellen und eine Wahlnacht zum Leben zu erwecken. Die Abstimmungsergebnisse vom 10. Februar in Nordslesvig (Nordschleswig) und vom 14. März 1920 in Sydslesvig (Südschleswig) bilden den Schwerpunkt des Programms auf Schloss Sønderborg.

Darüber hinaus findet die bereits ausverkaufte traditionelle Wahlpartei statt.

von

Günter Schwarz – 06.01.2020