Die Sonderausstellung aus dem Dorf Møllegård „280 Jahre Beziehungen zwischen Østvendsyssel und Westgrønland“ hat Nordjylland (Nordjütland) für grønländische Museen außerordentlich außergewöhnlich gemacht. Kurz nach der Eröffnung der Sonderausstellung im Mai letzten Jahres erhielt das Museum Anfragen von mehreren grønländischen Museen, die Interesse hatten, die Ausstellung auszuleihen.

Infolgedessen ist die Ausstellung nun wieder auf dem Weg nach Grønland. Im Nuuk Lokalmuseum können daher Einheimische und Touristen die Ausstellung bis April erleben, und im Sommer 2020 können Sie die Ausstellung im Ilulissat Museum sehen.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Ausstellung so viel Aufmerksamkeit erhalten hat. Und wir freuen uns, dass unsere Arbeit jetzt ein neues Publikum erreicht hat“, sagt Anne Provst, Museumsdirektorin im Dorf Møllegård.

Die Ausstellung ist eine Zeitreise, die mit der Geschichte des Mannes auf Schloss Dronninglund, Jacob Severin, beginnt, der ab 1734 mit königlicher Unterstützung mehrere Siedlungen in Grønland gründete und ein Handelsmonopol für Grønland erlangte.

Dieses geschah jedoch nicht ohne eine kriegerische Auseinandersetzung, denn Walfette und Tran waren im gesamten Europa des 18. Jahrhunderts gefragt. Während der einzigen Seeschlacht in der Geschichte Grønlands im Jahr 1739 gab Jacob Severin den niederländischen Kaufleuten zu verstehen, dass Grönland in dänischem Besitz ist.

Basierend auf dem grönländischen Handelsabenteuer von Jacob Severin können die Besucher der Ausstellung an Bord eines Grønland-Schiffes aus dem 19. Jahrhundert gehen, wo die Begegnung zwischen der westlichen Welt und der Inuit-Kultur dargestellt wird. Die Reise geht auf einem Hundeschlitten über die Eiskappe weiter. lernt den Polarwissenschaftler Ejnar Mikkelsen kennen, der seine Wurzeln in Brønderslev hat.

Die Ausstellung dauert bis heute an, wobei in grønländischen Gattungen immer noch Freundschaftsnamen wie Dorph, Dalager und Lynge vorkommen und viele sich weiterhin in Gröønland niederlassen.

Die Ausstellung im Dorf musste drei Wochen vorher geschlossen werden, damit sie in Nuuk wieder in Grønland eröffnet werden konnte. Das geschah am Mittwoch, und die Museumsleiterin wurde ebenfalls nach Norden gebracht, um sicherzustellen, dass die Ausstellungsobjekte ordnungsgemäß gehandhabt werden und die Ausstellung im neuen Rahmen den richtigen Ausdruck erhält.

Die Ausstellung mit dem Titel „280 Jahre Beziehungen zwischen Østvendsyssel und Westgrønland“ wurde vom Museum for Forsyning og Bæredygtighed (Museum für Versorgung und Nachhaltigkeit) vorbereitet.

von

Günter Schwarz – 12.01.2020