(Jammerbugt) – Freiliegende Küstenabschnitte in der Kommune Jammerbugt können sich sehr darauf freuen, zukünftig von vergrabenen Pfeilbündeln geschützt zu werden. Der Bürgermeister der Kommune Jammerbugt, Mogens Gade, will Küstenabschnitte um Blokhus mit vergrabenen Pfeilbündeln sichern lassen.

„Wir haben gute Ergebnisse beim Küstenschutz mit Pfeilbündeln erzielt, und wir hätten gerne den Küstenabschnitt um Blokhus gesichert, da der derzeit am stärksten exponiert ist“, sagt Mogens Gade. Diese Aussage basiert auf die Erfahrungen mit der Methode weiter nördlich in Nørre Lyngby. Hier hat sich der alternative Küstenschutz als äußerst effektiv erwiesen. Die örtliche Kystsikringsforening (Küstensicherungsverband) versucht diese Methode seit November 2018. Und sie wurde in den letzten Tagen von den starken Stürmen reichlich getestet.

„Dies hat auch bei diesen fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit Flut und starkem Wind aus dem Westen bewiesen, dass es hält. Die Steilküste verschwindet nicht“, sagt Jørgen Jørgensen, Sprecher der Kystsikringsforening Nørre Lyngby.

Das Wetter hat in den letzten sechs Wochen etwa 40 Zentimeter Sand vom Strand entfernt, aber das macht der Sprecherin der Kystsikringsforening keine Sorgen. „Der Sand, der sich bei den Herbststürmen angesammelt hat, haben wir jetzt wieder ans Meer abgegeben. Aber oben, wo es die Klippe schützen soll, blieb es geschützt und nichts ist abgebrochen“, sagt Jørgen Jørgensen.

Und diese Erfahrung ist der Grund dafür, warum sie in der Nachbarkommune jetzt ihre Küste auch mit den speziellen Pfeilbündeln schützen wollen. „Wir haben lange darüber nachgedacht, wie wir unsere exponierten Abschnitte am besten sichern können, und jetzt scheinen wir eine mögliche Lösung gefunden zu haben“, sagt Mogens Gade, Bürgermeister der Kommune Jammerbugt.

Vor allem muss das Seezeichen in Blokhus geschützt werden, aber der Bürgermeister öffnet auch besorgten Sommerhausbesitzern in der Kommune eine kleine Tür, um in Zukunft dieselbe Sicherungsmethode anzuwenden. „Auf lange Sicht ist es leicht vorauszusehen, dass ebenso andere Strandabschnitte gesichert werden müssen, wenn es etwas zu sichern gibt“, sagt Mogens Gade und fährt fort: „Es kann auch gut angewandt werden, um die Ferienhäuser zu schützen.“

Jetzt muss der Vorschlag zuerst politisch behandelt werden, und dann muss die Küstendirektion noch zustimmen, dass die Pfeilbündel am Strand eingegraben werden dürfen. Es wird jedoch nicht erwartet, dass es ein Problem darstellen wird. „Ich denke, wir werden jetzt einen sicheren Küstenschutz haben. Aber wir müssen noch das Geld finden, das es kosten wird“, sagt er.

In Nørre Lyngby wurde der Pfeilbündelschutz seit seiner Einrichtung kontinuierlich erweitert, und wenn es nach der Kommune ginge, müssten die Pfeilbündel am gesamten Strand vergraben werden. „Es ist billig, CO₂-neutral und funktioniert“, sagt Jørgen Jørgensen, Sprecher der Nørre Lyngby Kystsikringsforening.

von

Günter Schwarz – 19.02.2020