(Herrested) – Die neuen dänischen Kartoffeln werden auch in diesem Jahr wieder aus dem Gewächshaus von Karl Larsen von der Insel Fyn (Fünen) stammen.

Zum fünften Mal in Folge gräbt Gartner Karl Larsen als erster neue dänische Kartoffeln aus seinem Gewächshaus in Herrested auf Fyn aus dem Boden. Warum dieses wieder Lars Larsen ist, der dieses Jahr als erster mit neuen Kartoffeln in diesem Jahr beginnt, ist seine große Geschicklichkeit.

„Ich weiß nicht, warum ich der Erste bin. Schließlich kann es jeder tun, wenn er will. Es ist keine besondere Kunst, sie wachsen von ganz alleine, nur müssen sie rechtzeitig gelegt werden und etwas Wärme und Wasser bekommen“, sagt er.

Letztes Jahr waren seine ersten Kartoffeln erst im März in den Läden, aber dieses Jahr ist anders. Die Kartoffeln sind mindestens eine Woche früher in diesem Jahr als im letzten Jahr reif für die Ernte, und Karl Larsen könnte eine Erklärung dafür haben. „Das Wetter war gut bei uns, es war mild. Und dann geht es darum, sie zu beleuchten, und dann brauchen sie auch Wärme“, sagt er.

Karl Larsen ist bereit, 28 Kilo in die Läden zu liefern, und Kunden müssen stolze 125 Kronen (16,74 Euro) für ein Tablett bezahlen, d, h. 625 Kronen (83,70 Euro) für ein Kilo. Gefragt sind die Kartoffeln von Herrested dennoch, weshalb Karl Larsen auch genau weiß, an wen er sie verkaufen kann. „Es sind die ersten. Schließlich können wir nicht alle Geschäfte am selben Tag beliefern, daher bekommen die Geschäfte welche, die am meisten bieten“, gesteht er.

Zunächst haben jedoch nicht die Bewohner von Karl Larsens Heimatinsel Fyn die Möglichkeit, ihre Gaumen an den Fünenkartoffeln zu erfreuen. Stattdessen handelt es sich um ausgewählte Geschäfte auf der Nachbarinsel Sjælland (Seeland) und im Großraum København, die er beliefert, schreibt Coop in einer Pressemitteilung.

Aber das macht Karl Larsen keine Sorgen, denn es dauert nur kurze Zeit, bis auch fynske Inselbewohner seine Kartoffeln genießen können. „Es ist nur eine sehr kurze Zeit, dann sind sie alle drüber hinweg“, meint er scherzend.

von

Günter Schwarz – 20.02.2020