(Svaneke) – Schon in den letzten Jahren hat sich das „Svaneke Bryghus“ um die Umwelt bemüht. Es hat die fossilen Brennstoffe durch grüne Energie ersetzt und jetzt auch eine Recyclinganlage gekauft, die die Bierproduktion 2020 CO₂-neutral machen wird.

Das „Svaneke Bryghus“ auf der Insel Bornholm ist die erste Brauerei in Dänemark, die sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2020 eine klimaneutrale Produktion ihres Bieres zu erreichen. Der dänische Brauereiverband hat die Ambitionen, dass alle Brauereien bis 2030 CO₂-neutral sein sollten, aber das „Svaneke Bryghus“ hat höhere Ambitionen.

Die Recyclinganlage wird im Oktober in Betrieb genommen. Ziel ist es, das von der Brauerei produzierte Kohlendioxid zu recyceln, das derzeit als CO₂ in die Atmosphäre gelangt. Dieses bedeutet, dass die Brauerei kein zusätzliches Kohlendioxid kaufen muss, das mit fossilen Brennstoffen erzeugt wird, und gleichzeitig der Brauerei ermöglicht, das verbleibende Kohlendioxid an andere zu verkaufen.

„Die Investition in umweltfreundliche Umstellung kostet Geld, aber wir erwarten, dass die Anlage durch die Einsparungen beim ansonsten gekauften Kohlendioxid ihre eigenen Kosten deckt, und dann können wir das verbleibende Kohlendioxid an unsere Fassbierkunden auf Bornholm, aber auch nach København verkaufen“, sagt Steen Jespersen , der Direktor von „Svaneke Bryghus“ ist.

Allerdings wird nicht alles bei dem „Svaneke Bryghus“ CO₂-neutral werden. Es betrifft nur ihre eigene Produktion, die Brauerei hat aber auch Subunternehmer, die ihre Dosen herstellen, und der Transport des Bieres hinterlässt auch einen Klimaabdruck. Daher ist es für Steen Jespersen auch wichtig zu betonen, dass der Kampf um das Klima hier noch nicht aufhört. „Wir werden noch nicht komplett nachhaltig. Es gibt viele Elemente, und all diese Bereiche müssen wir wie alle anderen weiterentwickeln“, sagt er.

von

Günter Schwarz – 05.03.2020