(København) – Das Folketing, das dänische Parlament, hat neue Notfallgesetze für die Hilfe von durch das Coronavirus betroffene Unternehmen verabschiedet.

Es hat zwei Notfallgesetze verabschiedet – eines über die Unterstützung der Wirtschaft und ein zweites betrifft den erweiterten Anspruch auf Krankengeld und die Erstattung von Löhnen für Arbeitnehmer. Dieses geschah, um Unternehmen bei der durch das Coronavirus ausgelöste Krise zu unterstützen.

Das Gesetz sieht auch eine Aufschiebung von Steuern und Mehrwertsteuer in Höhe von 165 Mrd. Kronen (22,08 Mrd. Euro) an die dänischen Unternehmen vor.

Die Regierung gewährt ebenfalls dem Hotel- und Gatstättengewerbe Hilfe, da sie vor allem unter ausbleibende Touristen leidet. Hilfe für kleine Selbstständige ist zudem unterwegs. Die Lohnausgleichsregeln werden angepasst, um der Hotel- und Gaststättenbranche während der Coronakrise noch mehr zu helfen, erklärt Wirtschaftsminister Simon Kollerup (Socialdemokraterne).

Die von der Regierung angekündigte dreigliedrige Vereinbarung sieht vor, dass der Staat eine Lohnentschädigung von 75 bis 90 Prozent der Gehälter gewährt, die Unternehmen an Arbeitnehmer zahlen, die aufgrund eines finanziellen Abschwungs infolge des Coronaausbruchs nach Hause geschickt werden. Mitarbeiter der Hotel- und Gaststättenbranche können jetzt auch eine Gehaltsentschädigung von bis zu 90 Prozent erhalten.

„Ich bin sehr besorgt, wenn in unseren Hotels und Restaurants Mitarbeiter beschäftigt sind, die möglicherweise wegen Corona entlassen werden. Mit einer Anpassung der dreigliedrigen Vereinbarung haben wir nun sichergestellt, dass die Hotels die hohe Gehaltsentschädigung erhalten. Auf diese Weise erwarte ich, dass wir sicherstellen können, dass mehr Mitarbeiter in Hotels und Restaurantkellnern ihre Arbeit behalten können. Und sie behalten auch nahezu das Gehalt, das sie kennen“, sagt Kollerup.

Gemäß dieser Vereinbarung wird eine Gehaltsentschädigung an Angestellte in Höhe von 75 Prozent des Gehalts gezahlt, das Unternehmen Mitarbeitern zahlen, die wegen Corona nach Hause geschickt werden müssen.

Für Arbeiter, die nach einem Stundenlohn bezahlt werden, beträgt die Lohnentschädigung 90 Prozent. Für Angestellte gibt es eine Gehaltsobergrenze von 23.000 Kronen (3.077 Euro), für Stundenlohnarbeiter 26.000 Kronen (3.479 Euro). Diese Obergrenzen sollen die Staatsausgaben begrenzen.

Die Regierung wird als nächstes Initiativen prüfen, um auch den kleinen Selbständigen zu helfen.

von

Günter Schwarz – 17.03.2020