(Aalborg) – In den sozialen Medien werden derzei viele Informationen über das Coronavirus verbreitet. Das Problem dabei ist, dass es auch viele Fehlinformationen, die teilweise gezielt und teilweise auch aus Unwissenheit und mangelnder Sorgfalt gestreut werden.

Das Teilen von Informationen in sozialen Medien ist einfach, aber nicht immer korrekt. Und es geschieht auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Ein Allgemeinmediziner aus Sindal ist daher ins Visier der Sundhedsstyrelsen (Gesundheitsamt) geraten, weil er einen Blog-Beitrag über angebliche Risiken des Coronavirus geschrieben hat. Ein Blog-Beitrag, der in den sozialen Medien weit verbreitet ist. Nach Angaben der Sundhedsstyrelsen ist der Inhalt jedoch irreführend, und der Praktiker hat sich später auch „für eine Korrektur entschieden“.

Professor Thomas Ploug vom Institut für Kommunikation und Psychologie der Universität Aalborg sagt, dass wir in Zeiten, in denen wir uns in einer Situation befinden, in der wir verunsichert sind und in der wir mit unserer Gesundheit bedroht sind, versuchen, Informationen zu finden, die uns zu helfen können vorgeben.

„Und dafür nutzen wir die sozialen Medien. Es werden mehr oder weniger zufällige Informationen verbreitet, die wir empfangen, lesen und für seriös halten. Wir verbinden es mit der Hoffnung, dass sie uns helfen können, gesund und vor der schweren Krankheit geschützt zu bleiben“, sagt Thomas Ploug, der auch im Internet viele Fehlinformationen über die Krankheit gefunden hat.

Von dem Professor geht daher hervor, dass man den Gesundheitsbehörden im Land zuhören muss, die laufend aktualisierte Informationen liefern. Und es liegt in der großen Verantwortung der Behörde – zum Beispiel der dort beschäftigten Ärzte – korrekt zu informieren. „Aber Sie müssen wissen, dass zum Beispiel ein Arzt in dieser Situation eine sehr große Verantwortung trägt. Wir sind alle sehr verunsichert und hören aufmerksam zu, um uns und unsere Verwandten zu schützen. Schon deshalb müssen Sie sehr vorsichtig mit der Kritik sein, dass Sie den Behörden Fehler unterstellen mit den alternativen Informationen, die Sie möglicherweise im Internet finden. Sie helfen, Menschen irrezuführen, und in solchen Situationen zu drastischen Entscheidungen drängen können“, sagt Thomas Ploug.

Sein guter Rat ist, die offiziellen Kanäle wie die Website der Sundhedsstyrelsen und die Website des Danish Serum Institute zu besuchen und deren Ratschlägen und Anweisungen Folge zu leisten – dann sind Sie immer auf der sicheren Seite und wohl informiert.

Vergleichbar mit dem dänischen Sundhedsstyrelsen unter https://www.sst.dk/ und dem Statens Serum Institut unter https://www.ssi.dk/ ist in Deutschland das Robert Koch Institut, von dem Sie seriös über das Coronavirus informiert werden und keine Gefahr laufen auf „Fake News“ hereinzufallen. Das Robert Koch Institut erreichen Sie unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html

von

Günter Schwarz – 17.03.2020