(Mecklenburg-Vorpommern) – Das Polizeipräsidium Rostock führt seit dem 19.03.2020 Kontrollen des Reiseverkehrs an den Landesgrenzen im eigenen Zuständigkeitsbereich durch. Damit sollen die Festlegungen der Landesregierung (SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung) zur Verhinderung der Ausbreitung der Corona-Pandemie umgesetzt werden, insbesondere das Verbot von touristischen Reisen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock wurden vier stationäre Kontrollstellen an den Hauptzufahrtsstraßen eingerichtet. Am gestrigen Tag wurden an diesen Punkten in einem Zeitraum von 15:30 Uhr – 19:00 Uhr insgesamt 406 Fahrzeuge kontrolliert, davon mussten 79 abgewiesen werden.

Es werden vor allem Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen angehalten. Im Gespräch wird dann der Grund des Aufenthalts abgefragt. Personen, die beispielsweise ihren Zweitwohnsitz in M-V haben und dort einer erwerbsmäßigen Tätigkeit nachgehen, werden weitergelassen. Sollte ein anderweitiges berechtigtes Interesse bestehen, wie der Besuch einer Beisetzung, werden die Polizeibeamten mit „Herz und Verstand“ prüfen, ob eine Einreise gestattet wird. Diejenigen, die abgewiesen werden und sich diesem Verbot widersetzen, drohen Strafanzeigen.

Auch heute wird von etwa 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr kontrolliert. Wir als Polizei hoffen darauf, dass alle Reisenden sich selbst hinterfragen, ob ihre Reisen tatsächlich notwendig sind.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Rostock vom 20.03.2020 um 12:27 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 20.03.2020