(Sønderborg) – Das DMI (Dansk Metereologisk Institut) warnt vor erhöhten Wasserständen im südlichen Teil des Lillebælt (Kleiner Belt). Die Beredskabet (Notfallbereitschaft) aus Feuerwehr und Polizei hat sich auf kleinere Überschwemmungen an der Ostküste von Kolding bis zur Grenze vorbereitet.

Das DMI erwartet erhöhte Wasserstände im südlichen Teil des Lillebælt bis zu 150 Zentimeter über dem Normalwert. Die Ursache für den erhöhten Wasserstand ist, dass der Wind über allen dänischen Gewässern und gleichzeitig auch in der gesamten Ostsee stark von Norden und Nordosten weht. Auf diese Weise kann das Ostseewasser nicht durch die dänischen Belte und Sunde abfließen, und das Wasser wird sich daher in den südlichen Gewässern stauen.

Die Kommune Sønderborg warnt auf seiner Facebook-Seite davor, dass sie Havnegade (Hafenstraße) und das südliche Ende von Nørre Havnegade überflutet werden können. Die Bewohner der beiden Straßen werden aufgefordert, ihre Unterkunft zu sichern und den Wasserstand im Auge zu behalten.

Es wird erwartet, dass der Wasserstand gegen Mittag seinen Höhepunkt erreicht und ab 14:30 Uhr abfällt, schreibt die Kommune Sønderborg, die den Verkehr in der Havnegade und vor Schloss Sønderborg gesperrt hat.

Die Fähre „Bitten“, die zwischen Ballebro und Hardeshøj verkehrt, hat am Sonntagmorgen die Fahrt wegen der Flut abgesagt.

von

Günter Schwarz – 29.03.2020