Die Kirchgänger haben in Dänemark möglicherweise trotz des Coronaausbruchs noch die Möglichkeit, am Ostergottesdienst teilzunehmen. Die Regierung prüft, den Kirchgängern entgegenzukommen, um Ostern richtig feiern zu können.

Die Ministerin für Kultur und Kirche Joy Mogensen (Socialdemokraterne) erklärt, dass Anstrengungen unternommen werden, um die Ostergottesdienste auf verantwortungsvolle Weise durchzuführen, die den Empfehlungen der Behörden entspricht.

„Ostern ist für Christen einer der wichtigsten Feiertage des Jahres. Für viele Dänen ist es sehr wichtig, die Osterbotschaft gemeinsam feiern zu können“, sagt sie in einer Pressemitteilung.

Die Kirchen, Gemeindehäuser und Pfarreien des Landes sind seit dem 11. März wegen des Ausbruchs des Coronavirus für die Öffentlichkeit geschlossen.

Aber jetzt gibt es offenbar Hoffnung für die vielen Dänen, die das Passah-Fest (Ostern) in der Kirche feiern möchten. „Es wäre zu schmerzhaft, wenn alle Kirchen zu Ostern ohne kirchliche Gottesdienste geschlossen bleiben müssten. Nicht zuletzt in einer sehr ernsten Zeit, in der die Dänen besonders nach Gemeinschaft und Hoffnung suchen“, sagt Joy Mogensen.

Deshalb arbeitet die Regierung jetzt an einer Lösung, damit die Kirche auch Ostern in einem verantwortungsvollen Rahmen feiern kann.

Im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus wurde unter anderem das Verbot von Versammlungen von mehr als zehn Personen eingeführt.

Wie genau eine begrenzte Ostereröffnung der Folkekirken (Volkskirche) stattfinden wird, bleibt derzeit nochungewiss. „Es ist unbedingt erforderlich, dass die Gottesdienste auf gesunde und vertretbare Weise organisiert werden. Die Regierung prüft, wie die Folkekirken und auch andere Glaubensgemeinschaften ihre religiösen Feste in dieser Zeit auf eine Weise durchführen können, die nicht die Gesundheit gefährdet“, sagt Joy Mogensen.

von

Günter Schwarz – 01.04.2020