Langsam setzt uns die „Krise“ allen zu – und während sich einige Hipster über das Luxusproblem Homeoffice MIT ihren Gören beschweren, geht es anderen richtig an den Kragen.

Schwer getroffen sind nicht nur unsere „kleinen“ Geschäfte, sondern auch die Kultursparte wie freie Künstler oder kleinere Theater, die keine Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln bekommen, sondern auf die nun vollkommen eingebrochenen Einnahmen aus Eintrittsgeldern angewiesen wären.

Ganz problematisch wird es bei Ensembles, die mit „Ausländern“ arbeiten, die oft nur für eine Spielzeit engagiert sind und somit auch nicht den Status haben, sich mit ausgebreiteten Armen in das soziale Netz fallen zu lassen, um das „großzügige“ HartzIV zumindest zu bekommen, sondern nun vollkommen mittellos sind.

Im russischen Theater Hamburg sind die Zustände so dramatisch, dass viele Mitglieder der russischen Gemeinde und Theaterfreunde mit Lebensmittel- und Geldspenden auszuhelfen versuchen. Nun sind aktuell die nächsten zwei Monate „gesichert“; was dann kommt, steht allerdings noch in den Sternen.

Zwar gibt es die viel beklatschten „Hilfspakete“ der Regierung… die sind jedoch für viele kleine Freiberufler kaum zu beantragen. Zum einen ist das Registrierungsbrimborium nicht unkompliziert – zum anderen sind die Antragsteller zunächst einmal angehalten, eigene Rücklagen zunächst aufzubrauchen.

Letztlich wird diese Krise vielen Kulturschaffenden und kleinen Geschäften, die Leben in unsere Innenstädte bringen, das Genick brechen und wir sollten JETZT überlegen, ob wir darauf wirklich verzichten wollen. Kleine Theater, Bühnen, Gallerien oder ähnliches freuen sich über „Spenden“ und kleine Geschäfte über Einkäufe oder Bestellungen – Amazon braucht kein Mensch und die versteuern hier bei uns sowieso so gut wie NIX!

Wir alle werden solche Läden kennen. Vom Kiosk über die kleine Boutique bis hin zu polnischen, russischen oder schlicht privaten Theatern und Cafés und Lebensmittelgeschäfte.

Einfach mal nachdenken, wie man am besten helfen kann, denn ohne diese kleinen Oasen der Theater wäre ein Leben nur mit Franchise-Ketten, Amazon, McDoof, Subway, Starbucks und Fernsehshows à la American Style statt echten Bühnen wirklich unattraktiv.

Musiker, Schauspieler, Künstler und auch kleine Schnuckelige Geschäfte machen unser Leben „bunter“ und lebenswerter. Es ist an der Zeit, nun diesen Menschen auch ein kleines Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Wir ALLE können helfen.