Die Regierung gab am Montag bekannt gestern bekannt, dass die dänischen Schulen für die Klassen 0 bis 5 ab dem 15. April wider geöffnet werden können. Viele Schulen freuen sich auf die Wiedereröffnung, aber mit neuen Vorsichtsmaßnahmen kann dieses eine Herausforderung sein.

Der Fernunterricht für Schüler bis zur 6. Klasse ist ab dem 15. April nicht mehr erforderlich. Die Schulen können wieder anfangen, die kleineren Kinder der Klassen 0 bis 5 an den Schulen zu unterrichten. Aber es wird unter gewissen Vorbehalten geschehen.

„Ich bin gespannt, welche Initiativen kommen. Natürlich gehen wir zur Schule, aber ich bin gespannt, wie es läuft“, sagt Aske Koldegaard, Lehrer an der Skårup-Schule.

Es ist keine Wiedereröffnung der Schulen, sondern eine Einberufung der kleineren Klassen über einen Zeitraum von vier Wochen. Weitere Details sind noch nicht bekannt, und es wirft Fragen bei Aske Koldegaard auf: „Wie Mette Frederiksen selbst sagt, wird es keine Schule sein, wie wir sie kennen. Gibt es volle Klassen? Sollte jeder mit Mundwasser herumlaufen?“

In der Broskolen in Årslev freut sich Schulleiter Flemming Mortensen über die Einzelheiten der Wiedereröffnung der Schulen für die kleineren Klassen.

„In unserer Vorschule haben wir Räume von 75 Quadratmetern, was den Abstand zwischen den Kindern erleichtert. Ab der vierten Klasse sind die Räumlichkeiten kleiner und die Möglichkeiten, voneinander Abstand zu halten, geringer. Es wird einfach spannend, wie groß der Abstand zwischen den Schülern sein muss“, sagt Flemming Mortensen

In der Broskolen gibt es ungefähr 300 Schüler, die wieder im Klassenzimmer unterrichtet werden müssen. Daher werden die neuen Richtlinien mit Spannung erwartet, da die Abstandsregelung mehr als zu einem Platzproblem werden kann.

Wir haben Personal von jeweils einen Erwachsenen pro Klasse. Wenn die Schüler auf mehrere Räume verteilt werden sollen, da Klassen geteilt swerden, müssen wir uns die Personalausstattung ansehen.

Das Ortsproblem findet auch in der Skårup-Schule verstärktes Interesse, wo die Außenbereiche berücksichtigt werden.

„Wir müssen oft draußen sein, und wie wir im Freien gut unterrichten können, müssen wir gemeinsam betrachten“, sagt Aske Koldegaard und fährt fort: „Fernunterricht war eine Aufgabe, die wir im Lehrerteam gelöst haben. Ich denke, wir sollten auch dieses Problem zu beheben versuchen.“

Indem sich die Gesellschaft teilweise wieder öffnet, kann es auch zu einem höheren Infektionsrisiko führen. Das ist auch eine Sache, mit der sich die Schulen befassen müssen.

„Wir hören von Eltern, die nervös sind, ob die Kinder eine Infektion nach Hause bringen können“, sagt Flemming Mortensen und fährt fort: „Die Mitarbeiter sind auch wegen Infektionen nervös und einige unserer älteren Mitarbeiter aus den Risikogruppen sind besonders gefährdet. Wir wissen nicht, ob sie von der Arbeit befreit werden sollten oder wie sie damit umgehen sollen.“

„Es ist einfacher, auf sich selbst aufzupassen, wenn Sie zu Hause isoliert sind. Aber wenn die Regierung sagt, wir sollten uns allmählich wieder öffnen, dann denke ich auch, dass dieses der richtige Weg ist“, meint Aske Koldegaard.

Sowohl in der Skårup-Schule als auch in der Broskolen in Årslev wird erwartet, dass die Schulen wieder geöffnet werden können. Die lange Abwesenheit der Schüler und die Trennung untereinander kann allerdings eine Herausforderung sein.

„Es kann sein, als würde man Färsen auf die Wiese lassen. Die Schüler sind glücklich, und es wird schwierig, einige restriktive Anforderungen einzuhalten“, sagt Flemming Mortensen. „Aber es wird schön zurückzukommen und aus der Isolation herauszukommen.“

Aske Koldegaard freut sich auch darauf, seine Schüler wiederzusehen, auch wenn alle von ihnen einen gewissen Abstand einzuhalten haben. „Zusammensein ist anders, und ich muss mich dem stellen. Wir müssen den Schülern sagen, wie es ist, in dieser Zeit zusammen in der Schule zu sein“, erklärt Aske Koldegaard und fügt hinzu: „Es ist eine Aufgabe, die speziell für die kleinen Klassen gelöst werden muss. Es kann schwierig sein zu verstehen, warum Sie nicht umarmen dürfen und das tun, wie wir es normalerweise tun.“

von

Günter Schwarz – 08.04.2020