(Kiel / Hamweddel) – Wegen zweifachen Mordversuchs in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung ist ein Katzenbesitzer aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde vom Landgericht Kiel zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Der 35-jährige Mann legte nach Feststellungen des Kieler Landgerichts in der Nacht vom 02. zum 03.10.2019 im sogenannten Masurenhof in Hamweddel vorsätzlich Feuer. Das rund 320 Jahre alte Gebäude aus dem Jahr 1696, in dem sich vier Wohnungen befanden, brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Über 100 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren aus Hamweddel und Umgebung waren angerückt, um den Brand zu bekämpfen. Doch trotz eines massiven Löschangriffs konnten die Einsatzkräfte das Haus nicht mehr retten. Die vier Bewohner des Hauses konnten sich gerade noch retten.

Dem Verurteilten, ein Nachbar des Masurenhofes, war weniger Tage vor dem Feuer seine Katze vom Ordnungsamt weggenommen worden, weil sich Mitbewohner über das Miauen des Tiers und den Geruch des Katzenklos beschwert hatten und er sich desöftern im Streit mit den Hausbewohnern befand.

Laut dem Gericht veranlasste der Verlust des Tieres den Mann zu der Brandstiftung.

von

Günter Schwarz – 10.04.2020