(Flensburg) – Am gestrigen Donnerstag gegen 18:00 Uhr befand sich eine Streife der Bundespolizei auf dem Flensburger Bahnhof, um die Reisenden im Einreisezug aus Dänemark einer grenzpolizeilichen Kontrolle zu unterziehen.

Bei ihren Maßnahmen trafen die Beamten unter anderem auf einen Mann, der sich ordnungsgemäß mit einem gültigen dänischen Reisepass auswies. Auch die fahndungsmäßige Abfrage im polizeilichen Fahndungssystem verlief negativ. Da der 37-jährige Däne den Bundespolizisten aber keinen plausiblen Einreisegrund nennen konnte, war ihm die Einreise in das Bundesgebiet aufgrund der Pandemie Vorschriften zu verweigern.

Als die Beamten ihm nun die „gute Nachricht“ überbrachten, er müsse mit dem nächsten Zug wieder zurück nach Dänemark fahren, entriss der Mann dem Beamten den Pass und flüchtete in den zur Abfahrt bereitstehenden Regionalexpress nach Hamburg. Da der Mann den Zug nicht freiwillig verlassen wollte und sich zudem noch recht aggressiv verhielt, musste die Bundespolizisten körperliche Gewalt anwenden.

Beim Herausbringen aus dem Zug trat der Aggressor jedoch gezielt nach einem Beamten und traf ihn am Oberschenkel. Daraufhin brachten die Beamten ihn zu Boden, legten ihm die Handschellen an und brachten ihn im Streifenwagen zur Wache. Glücklicherweise wurde der Polizist bei dem Angriff nicht verletzt und konnte seinen Dienst fortsetzen.

Auf der Dienststelle ergab eine telefonische Nachfrage bei den dänischen Behörden, dass der Mann dort als hinreichend Polizei bekannt gilt. Ein Alkoholtest verlief negativ. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann am Grenzübergang Kupfermühle an die dänische Polizei übergeben.

Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Flensburg vom 17.04.2020 um 11:22 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 17.04.2020