(Klintholm) – Ab August wird der deutsche Energiekonzern EnBW den Hafen von Klintholm nutzen, wenn der deutsche Offshore-Windpark Baltic 2 gewartet werden soll. Ein neues Hotel muss zu diesem Zweck ebenfalls errichtet werden. In diesem Sommer wird es im Hafen von Klintholm auf Møn zusätzliche Aktivitäten geben.

Der Hafen wird nicht nur der Servicehafen für den Bau des von Vattenfall gebauten Windparks Kriegers Flak sein, auch ein deutscher Energiekonzern hat sich den Hafen angesehen. Die deutsche EnBW wird den Hafen von Klintholm ab August nutzen, wenn der deutsche Offshore-Windpark EnBW Baltic 2 in der Ostsee gewartet werden soll. Dieses wird in einer Pressemitteilung des Konzerns angegeben.

Die Zusammenarbeit zwischen den Deutschen und dem dänischen Hafen besteht seit weit über einem Jahr, sagt Michael Larsen (Det Radikale Venstre). Als Vorsitzender des Planungs- und Ingenieurausschusses der Konmmune Vordingborg ist ihm die vereinbarte Zusammenarbeit sehr willkommen.

„Es ist ein Erfolg für die Kommune Vordingborg, genauso wie es ein Erfolg war, als Vattenfall bekanntgab, dass sie Klintholm Havn als Servicehafen für ihren Windpark nutzen wollen“, sagt Michael Larsen und fügt hinzu: „Das ist wirklich eine gute Entwicklung für den Hafen von Klintholm.“

Der deutsche Energiekonzern wird in Klintholm bis zu 25 Mitarbeiter beschäftigen, die in einem neu zu errichtenden Hotel übernachten werden. Gleichzeitig wird ein Ersatzteillager eingerichtet und zwei Vesogungsschiffe werden im Hafen stationiert.

„Wir wissen, dass sie sich bereits mit einem Servicegebäude und verschiedener anderer Dinge dort draußen niederlassen. Wir sind schon lange im Gespräch, aber es ist wirklich schön, dass es jetzt offiziell ist, dass sie zum Hafen von Klintholm kommen“, sagt Michael Larsen.

Michael Larsen freut sich, dass die deutsche EnBW ab August ihre Offshore-Windkraftanlagen vom Hafen von Klintholm aus warten wird.

Seit 2015 besteht der Windpark EnBW Baltic 2, in dem sich 80 Windkraftanlagen befinden, und der rund 340.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt.

Seit vielen Jahren warten die Deutschen den Park von einem deutschen Hafen aus. Aber diesen Sommer verlegen sie ein Team von Rostock nach Møn, da der Hafen von Klintholm mit seiner Lage besser geeignet ist.

Bereits im Februar dieses Jahres erhielt das schwedische Energieunternehmen Vattenfall von der dänischen Energieagentur grünes Licht für die Errichtung von 72 Windkraftanlagen. Sie sollen etwa 13 Kilometer von Møns Klint entfernt sein und den Offshore-Windpark Kriegers Flak bilden. Auch die Schweden haben den Hafen von Klintholm als Servicehafen für den Bau des Windparks ausgewählt.

Wenn Sie den Hafenkapitän von Kilntholm Havn, Rigo Jørgensen, befragen, kann der Hafen die zusätzlichen Aktivitäten, die die Deutschen und Schweden verursachen, problemlos bewältigen.

„Der Hafen von Klintholm ist kein kleiner Yachthafen. Es gibt Platz für beide Nutzer“, sagt er. Rigo Jørgensen freut sich, dass sich die großen Unternehmen für den Hafen entschieden haben. „Jobs für die Region sind positiv. Im Hafen von Klintholm wird schon lange darum geworben, uns neuen Aktivitäten zu widmen. Je mehr Leben in den Hafen kommt, desto besser“, sagt er.

„Und vor allem in diesem Bereich, weil ich mir vorstelle, dass es schwierig ist, Unternehmen anzuziehen, weil wir uns am Rande der Kommune befinden“, fügt er hinzu.

Der Vorsitzende des Planungs- und Technologieausschusses, Michael Larsen, hat auch ein gutes Angebot, warum zwei so große Unternehmen wie Vattenfall und EnBW Klintholm als Servicehafen wählen.

Unsere Nähe zu den Windparks ist einzigartig, es gibt gute Schifffahrtsbedingungen und so weiter. Es hat EnBW und Vattenfall viel bedeutet. Und dann kann ich nur sagen, dass das wirklich groß werden kann. Es ist ein echtes geschäftliches Abenteuer, das begonnen hat“, sagt er.

So sieht der deutsche Offshore-Windpark von EnBW Baltic 2 aus.

Der Vorsitzende prognostiziert, dass im Hafen von Klintholm zusätzlich zum neuen Abkommen mit der deutschen EnBw eine rasche Weierentwicklung stattfinden wird. Und es wird auch dem Rest der Kommune zugute kommen.

„In den letzten Jahren haben wir gesehen, wie die Fischerei zurückgegangen ist. Es gab also Platz für die EnBW, sich zu etablieren. Und das wird in Østmøn viele Jobs geben. Es wird den gesamten Hafen und den Osten Møns wirklich stärken. Ja, tatsächlich die gesamte Kommune Vordingborg“, sagt er

„Denn es sind Jobs, die weit in die Zukunft reichen. Vielleicht 25 bis 30 Jahre“, schließt er.

von

Günter Schwarz – 22.04.2020