(Kiel) – Mittwochmorgen nahm die Polizei im Rahmen der Fahndung einen 44-Jährigen fest, der dringend tatverdächtig ist, unter Vorhalt einer Schusswaffe einen Juwelier in Kiel-Gaarden überfallen zu haben. Der Tatverdächtige kam gleich am selben Abend auf Antrag der Kieler Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.

Der Tatverdächtige betrat nach jetzigem Ermittlungsstand mit Handschuhen, einer Cap und einer Maske über Mund und Nase bekleidet gegen 10:30 Uhr einen Juwelier in der Elisabethstraße in Gaarden. Er hatte eine Schusswaffe in der Hand und traf im Geschäft auf den Eigentümer selbst, der dort von dem 44-Jährigen überrascht und mit der Schusswaffe bedroht wurde.

Der Tatverdächtige versuchte Vitrinen, in denen sich Schmuck befand, zu öffnen. Letztlich gelang es dem Mann eine Reihe von Ringen zu ergreifen und steckte sich diese in seinen mitgeführten Rucksack. Danach verließ er unverzüglich das Geschäft und flüchtete.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnten Beamte des 4. Polizeireviers aufgrund der guten Personenbeschreibung des Anrufers den Tatverdächtigen in Tatortnähe festnehmen. Das Raubgut konnte von den Beamten im Rucksack festgestellt und gesichert werden.

Bei der Waffe handelte es sich um eine Schreckschusswaffe, die einer echten so stark ähnelte, dass sie damit verwechselt werden konnte. Diese Schreckschusswaffe ließ der 44-Jährige mit dem Hinweis, dass er noch eine Waffe mitführt, in dem Geschäft zurück. Eine weitere Waffe konnte von den Beamten bei der Durchsuchung der Person jedoch nicht festgestellt werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel erfolgte gestern Abend die Vorführung bei einem Haftrichter. Dieser erließ antragsgemäß Untersuchungshaftbefehl, der sofort vollstreckt wurde.

Das Kommissariat 13 der Kriminalpolizei Kiel führt nun die Ermittlungen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Kiel.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Kiel vom 30.04.2020 um 11:13 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 30.04.2020