Die sønderjyske (südjütländischen) Kommuen erhalten nun selbst die Steuer, die Grenzpendler zahlen.

Die sønderjyske Kommunen Aabenraa, Tønder und Sønderborg haben lange versucht, darauf aufmerksam zu machen, dass in Dänemark tätige Grenzpendler den Kommunen zusätzlich kosten. Dieses wird nun mit der Vereinbarung vom Dienstag über eine Umverteilung von Milliarden Kronen zwischen den Kommunen korrigiert.

Im Rahmen des Abkommens wird der Staat Kommunen mit vielen in Dänemark tätigen deutschen und schwedischen Grenzpendlern einen Sonderzuschuss in Höhe von 100 Mio. Kronen (13,4 Mio. Euro) gewähren

„Wir wollten ein Problem anerkennen, das von den Kommunen in Sønderjylland (Südjütland) aufgeworfen wurde. Mit dem Grenzverkehr in Syddanmark (Süddänemark) und in der Region Øresund sind einige Kosten verbunden. Wir haben zugehört, und wir können sehen, dass es Sinn macht“, sagt Finanzminister Nicolai Wammen (Socialdemokraterne) am Dienstag bei der Vorlage des Abkommens, das insgesamt 19,3 Mrd. Kronen (2,58 Mio. Euro) zwischen reichen und armen Kommunen umverteilt.

Daher wurde eine Subvention für drei Grenzkommunen in Syddanmark sowie für Kommunen in der Region Øresund eingerichtet, die die höchste Anzahl von Grenzpendlern pro Einwohner haben. Aabenraa erhält 25 Mio. Kronen (3,35 Mio. Euro), Sønderborg erhält 17 Mio. Kronen (2,28 Mio. Euro), Tønder 9 Mio. Kronen (1,2 Mio. Euro). Für jede Kommune gibt es eine Obergrenze von 25 Mio. Kronen.

Personen, die in Dänemark arbeiten, aber in Deutschland oder Schweden leben, zahlen in Dänemark die Kommunensteuer. Die Steuer bleibt jedoch nicht ungekürzt bei der Kommune, in der sie fällig ist. Sie wird gleichmäßig auf alle dänischen Kommunen verteilt, selbst wenn die Arbeitnehmer in ihren Arbeitskommunen Anspruch auf Krankengeld haben und Kinderbetreuung und Schulbildung für ihre Kinder nutzen.

von

Günter Schwarz – 05.05.2020