(Neumünster) – Gestern Nachmittag gegen 13:00 Uhr wurde die Bundespolizei zu einem Einsatz auf der Bahnstrecke Neumünster nach Hamburg gerufen. Es waren Kinder im Gleis gemeldet worden. Die Bahnstrecke wurde sofort gesperrt.

Die eingesetzte Streife der Bundespolizei konnte am Einsatzort bei Neumünster keine Kinder antreffen, jedoch stand ein ICE dort auf freier Strecke. Es stellte sich heraus, dass der Lokführer eine Schnellbremsung eingeleitet hatte, weil er Kinder im Gleis gesehen hatte. Die 50 Reisenden blieben durch die Bremsung unverletzt.

Im Rahmen einer Nahbereichsfahndung wurden zwei 14-jährige Jungen angetroffen. Auf Befragen gaben sie an, sich in den Gleisen aufgehalten zu haben. Sie wurden eindringlich über die Lebensgefahr belehrt, in die sie sich begeben hatten.

Durch den Polizeieinsatz und die damit verbundene Streckensperrung erhielten acht Züge Verspätungen.

Ob die Jugendliche sich wegen gefährlichem Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten müssen bleibt zu klären.

Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Flensburg vom 12.05.2020 um 11:58 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 12.05.2020