(Lauenburg) – Das Chemiewerk Worlée in Lauenburg an der Elbe brennt. Die Alarmierung des Technischen Hilfswerks (Ortsverband Mölln) erfolgte um 07.36 Uhr. Der THW-Fachberater und eine Führungsassistentin unterstützen die Technische Einsatzleitung des Kreises Herzogtum Lauenburg.

Weitere Kräfte aus dem THW-Ortsverband Bad Oldesloe, der Fachgruppe Logistik, sind am Schadensort. Ein 40 Meter hoher Produktionsturm brennt komplett. Insgesamt sollen hier unter anderem rund 170.000 Kilogramm Harze lagern. Mehr als 300 Einsatzkräfte sind aktuell im Einsatz.

Eine Explosion soll den Brand ausgelöst haben. Wie es zu dieser Explosion kommen konnte, ist zur Zeit noch nicht bestätigt. Die entstandene Rauchsäule ist circa 300 Meter hoch und zieht Richtung Osten. Die Feuerwehren löschen mit Spezialschaum. Sie werden mit dem Fachwissen der Chemiefacharbeiter und der Feuerwehr des Kernkraftwerkes Krümmel (Geesthacht) unterstützt.

Die Anzahl Verletzter ist noch nicht bestätigt Ein Mannschaftstransportwagen einer Feuerwehr verunfallte auf dem Weg zum Einsatzort. Bei einem Zusammenstoß mit einem Privatfahrzeug soll eine Person getötet worden sein. Das Industriegebiet wurde weiträumig abgeriegelt.

Die Bewohner im Umland bis ins mecklenburgische Boizenburg wurden aufgefordert Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Fachgruppe Logistik unterstützt die Feuerwehren technisch. 3 THW-Helfer betanken die Aggregate und arbeiten den Feuerwehrkameraden zu.

Die Löscharbeiten dauern an, somit auch der Einsatz der THW-Kräfte aus der Fachgruppe Logistik Material (LogMat) Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit knapp 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere.

Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzes der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Quelle: Pressemitteilung des THW Landesverbands Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein vom 15.05.2020 um 14:02 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 15.05.2020

Fotos: THW Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein