Viele Deutsche nutzen Dänemark als Transitland, um auf die nordfriesische Urlaubsinsel Sylt zu gelangen. Neulich, vor dem Christi Himmelfahrtstag, wartete man fünf Stunden, um auf den Autozug von Niebüll südlich der Grenze zur nördlichsten deutschen Wattenmeerinsel Sylt zu kommen.

Dieses ist eine der Situationen, die dazu beigetragen haben, dass viele deutsche Touristen nach Sylt den „Scheichweg“ über die Grenze nach Dänemark und weiter nach Rømø gefunden haben, von wo aus sie im Shuttle-Service zwischen Havneby und List auf Sylt an Bord der Fähre gehen.

Diesen Transitfahrten hat die dänische Polizei den Urlaubern aufgrund einer Regierungsentscheidung aus København den Riegel vorgeschoben, und dieses wurde von der dänischen Regierung auch nicht nach den weiteren Lockerungen in Öffnungsphase 2, die vergangenen Mittwich verkündet wurden, geändert. Ausländer, darunter auch Deutsche, die an der dänischen Grenze ankommen und die Fähre von Rømø aus besteigen möchten, werden weiterhin abgewiesen, weil sie keinen „würdigen Zweck“ haben, nach Dänemark einzureisen, schreibt die Syd- og Sønderjyllands Politi (Süd- und Südjütländische Polizei) auf Twitter. Fahrten durch Dänemark von und nach Deutschland werden aufgrund von den Covid-19-Beschränkungen nicht als Einreise- oder Transitgrund anerkannt.

Im Gegensatz dazu wird dem gewerblichen Verkehr, der die Insel Sylt mit Waren und Dienstleistungen versorgt, die Nutzung dieses „Schleichweges“ gestattet, schreibt die Syd- og Sønderjyllands Politi.

von

Günter Schwarz – 24.05.2020