Am dem morgigen Montag, dem 25. Mai, dürfen sich dänisch-deutsche Liebespaare wieder gegenseitig besuchen, wenn die Polizisten der Grenzkontrolle sie als Liebhaber bzw. Liebespaar anerkennen.

Die Geschichte des Deutschen Karsten Tüchsen Hansen und der Dänin Inga Rasmussen ging um die Welt, als sie sich täglich über den Grenzbaum hinweg trafen. Jetzt können sie sich an den Händen halten, wenn die Polizei zustimmt und anerkennt, dass sie seit sechs Monaten befreundet sind.

Am Montag hebt auch die dänische Regierung den Grenzbaum zwischen Dänemark und Deutschland ganz leicht an.

Jetzt können Freunde unter anderem auch über die Grenze kommen und sich an den Händen halten, wenn sie nachweisen können, dass sie seit mindestens sechs Monaten befreundet sind. Dieses schrieb die Rigspoliti (Reichspolizei) in einer Mitteilung an die Zeitung „Jyllands-Posten“.

„Freundshaften müssen als Ausgangsdatum mindestens eine bestimmte Dauer von sechs Monaten gehabt haben, und die Personen müssen auch vor der Grenzschließung regelmäßige körperliche Treffen gehabt haben“, schrieb die Rigspoliti an die Montagausgabe der Zeitung.

Die Rigspoliti fügte hinzu, dass es an den liebenden oder befreundeten Personen selbst zu beurteilen sei, wie viel Dokumentation ihrer Beziehung sie für die Grenzkontrolle vorlegen werden. Und es ist eine von der Grenzkontrolle durchgeführte Gesamtbewertung, die feststellt, ob sie sich auf derselben Seite des Grenzbaums treffen dürfen.

Eine rein administrative Schätzung nennt es Rechtsprofessorin Lisbet Christoffersen vom Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Rosklde Universitet (RUC). Sie sagt zu „Jyllands-Posten“: „Es schafft Rechtsunsicherheit für den Bürger, und sie können nicht wissen, wann und ob sie die Grenze passieren können und ob sie ausreichende Nachweise für Ihre Beziehung haben, mit der sie in das Land einreisen können oder auch nicht.

von

Günter Schwarz – 24.05.2020