(Hjerting Strand) – Am Hjerting Strand bei Esbjerg wurde ein riesiges Stück Speck und Muskeln an Land gespült. Es können die Überreste eines toten Wals sein – aber welcher?

Am Mittwoch hatte der Museumsmitarbeiter im Fiskeri og Søfartsmuseet (Fischerei- und Schifffahrtsmuseum) in Esbjerg, Lasse Visser Ottosen, einen besonderen Auftrag. Er musste sich einen riesigen unbekannten Klumpen, wahrscheinlich bestehend aus Speck und Muskeln, genau ansehen, der von den 4 Männern am Hjerting Strand an Land gefunden wurde.

„Es ist nicht sofort möglich zu sehen, was es ist. Aufgrund des sehr starken Geruchs und nicht zuletzt der Größe des Klumpens haben wir jedoch den Verdacht, dass es sich um die Überreste eines toten Wals handelt“, sagt Lasse Visse Ottosen.

Hier ist der Klumpen, der etwa 3×5 Meter misst. Foto: Fiskeri og Søfartsmuseet

Deshalb hat er jetzt einen DNA-Test des Klumpens durchgeführt, um festzustellen, ob es sich auch um einen Wal handelt – und nicht zuletzt um welche Art. „Wir werden die Antwort in ein paar Wochen bekommen. Normalerweise würde ich auf einen Zwergwal oder einen Finnwal schießen, da es nicht ungewöhnlich ist, dass sie in unseren Gewässern schwimmen. In den letzten Jahren gab es in den Meeren um Dänemark mehrere Walarten. Dieser ist jetzt eine Speisekammer für Vögel und andere Tiere.

Berichten zufolge hat er jetzt die Komune Esbjerg gebeten zu entscheiden, ob der Klumpen vom Strand entfernt werden soll oder ob er liegen bleiben kann. „Wir möchten, dass er am Strand bleibt, da er eine riesige Speisekammer für viele Vögel und Tiere ist, aber es ist die Kommune, die darüber entscheidet“, erklärt Lasse Visse Ottosen.

Messungen des Klumpens zeigen, dass seine Maße erwa 3 mal 5 Meter betragen, und der Museumsmitarbeiter, der sich mit Meeressäugern auskennt, schätzt, dass der gesamte Klumpen mit einem Gewicht von etwa 200 Kilo aus Muskeln und Speck besteht, die sich in der Verwesung befinden. „Es riecht schlecht und das tun tote Wale auch. Jetzt freuen wir uns darauf herauszufinden, zu welcher Art er gehört. Das festzustellen, ist immer sehr aufregend“, sagt Lasse Visse Ottosen.

von

Günter Schwarz – 28.05.2020