Der politische Sprecher der dänischen Socialdemokraterne, Jesper Petersen, sagt nun, wie die dänische Regierung den Alltag im Grenzland ab zwei Wochen am Montag, dem 15. Juni, normalisieren will.

„Wir möchten den Grenzbewohnern die Normalität zurückbringen. Sie sollten in der Lage sein, das zu tun, was Sie gewohnt sind,“ sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (Socisldemokraterne) auf der Pressekonferenz am Freitag direkt zu den Bürgern des Grenzlandes südlich und nördlich der dänisch-deutschen Grenze.

Nun erläutert der sozialdemokratische politische Sprecher Jesper Petersen, der sowohl in Sønderjylland (Südjütland) ansässig ist, als auch dort gewählt ist, was es wirklich bedeutet. „Wir müssen jetzt klarstellen, wie ,Normalisierung im Grenzland‘ tatsächlich zusammengefügt und hergestellt wird. Aber für die deutschen Einwohner wird es schließlich bedeuten, nach dem 15. Juni sind keine ,anerkannten Zwecke‘ mehr erforderlich, um nach Dänemark einzureisen“, sagte Jesper Petersen.

Er erwartet, dass alle Bewohner eines bestimmten geografischen Gebiets auf der deutschen Seite der Grenze ab dem 15. Juni die Grenze nach Dänemark wie vor der Schließung Corona-frei überqueren können. Ab demselben Tag können alle Dänen wieder über die Grenze hin und her reisen.

Der Grenzbereich erhält einen speziellen Einreisestatus. Die Größe des deutschen geografischen Gebiets mit besonderem Einreisestatus nach Dänemark hängt laut Jesper Petersen, unter anderem von der Einschätzung der dänischen Gesundheitsexperten ab.

„Wenn die ,Normalisierung im Grenzland‘ in den nächsten Wochen ihre endgültige Form gefunden hat, bedeutet es beispielsweise, dass die Unternehmen von Tønder wieder deutsche Kunden aus dem Gebiet südlich der Grenze besuchen können. Insgesamt können sich die Grenzbewohner frei und gleichberechtigt über die Grenze hinweg besuchen“, sagt Jesper Petersen.

Die Arbeiten zur Konzeption und Umsetzung der „Normalisierung im Grenzland“ beginnen unmittelbar nach Pfingsten und werden bis zum 15. Juni abgeschlossen sein.

von

Günter Schwarz – 31.05.2020