(Abenraa) – Die Botschaft, dass die Menschen im Grenzland ab dem 15. Juni zu einem normalen Alltag zurückkehren und sich über die Grenze hinweg frei besuchen können, wurde sicher nichtr nur in Aabenraa mit Freude aufgenommen. Es ist lange her, dass deutsche Autos neben den Wohnwagen auf dem Fjordlyst Campingplatz in Aabenraa standen.

Daher klingt die Botschaft, dass Deutsche im Grenzgebiet südlich von Dänemark ab dem 15. Juni wieder frei ins Land einreisen dürfen, wie süße Musik in den Ohren der Campingplatzbesitzerin Pia Bugslag. „Es wird uns viel bedeuten. Wir haben viele Deutsche, die nur über das Wochenende kommen, weil wir so nah an der Grenze sind. Das begrüßen wir sehr. Wir sind absolut bereit, wir haben Desinfektionsmittel und alles andere, und wir können kaum abwarten, bis sie endlich kommen“, sagt Pia Bugslag.

Campingplatzbesitzerin Pia Bugslag freut sich darauf, dass die Deutschen ihren Campingplatz wieder besuchen dürfen.

Sie teilt diese Position mit dem Bürgermeister von Aabenraa, Thomas Andresen (Venstre / Rechtsliberale Partei). Auch er ist sehr gespannt, welche Bürger genau von der „Normalisierung im Grenzland“ erfasst werden. Mit anderen Worten, die Bürger im Norden Schleswig-Holsteins, die ab dem 15. Juni nach Dänemark einreisen dürfen.

„Es ist sehr wichtig, wen es einbeziehen wird. Immerhin haben wir uns seit der Schließung im März von unseren Nachbarn abgeschnitten gefühlt. Wir freuen uns darauf, die Beziehungen kulturell und menschlich und natürlich geschäftlich wieder herstellen zu können“, sagt der Bürgermeister.

Der Bürgermeister von Aabenraa, Thomas Andresen, ist gespannt, wer ab dem 15. Juni genau die Grenze frei überqueren kann.

„Es geht nicht nur um die gute Zusammenarbeit über die Grenze hinweg. Es gibt jedoch eine Reihe von Familien, die getrennt wurden. Für uns fühlt sich die Grenze an wie eine Gemeindegrenze. Ich denke, auch die meisten Dänen werden verstehen können, wie es ist, eine Gemeindegrenze nicht überschreiten zu können“, erklärt Thomas Andresen.

Zurück auf dem Campingplatz sitzen Arne Nørskov und Herluf Hymøller und genießen die Sonne in ein paar Campingstühlen vor einem Wohnwagen. Beide kommen aus der Region und freuen sich darauf, den Alltag wie zuvor wieder zu erleben.

Arne Nørskov und Herluf Hymøller kommen beide aus Aabenraa. Sie freuen sich darauf, dass die Grenze den Menschen im Grenzland bald wieder offen steht.

„Es ist gut, dass es geöffnet wird, weil der Infektionsdruck südlich der Grenze nicht größer ist als hier“, sagt Arne Nørskov, der von Beruf Wirtschaftsprüfer ist.

„Für viele Menschen gehört das Hin- und Herpendeln über die Grenze zum Alltag. Auch bei der Arbeit und so etwas ist kompliziert, wenn man die Grenze schließt“, sagt Herluf Hymøller, der als Verkäufer arbeitet, wenn er nicht auf dem Campingplatz ist. „Es gibt viele Beziehungen zwischen Dänen und Deutschen, also denke ich, dass das eine gute Sache ist“; schließt er.

von

Günter Schwarz – 01.06.2020