(Bornholm) – Eine Bornholmer Pastorin ruft dazu auf, Fremde besser zu behandeln. Religionsführer in ganz Dänemark unterstützen diesen Aufruf, dass in Dänemark mehr Gastfreundschaft gezeigt werden muss und dass wir Fremde besser behandeln sollten.

Lone Møller-Hansen, Pastorin der Baptistenkirche auf Bornholm, unterstützt die Aussage. „Die religiösen Führer hinter des Aufrufs sind Christen, Muslime und Juden. In all unseren drei Religionen besagt unser Glaube, dass man die Fremden genauso behandeln muss wie die eigenen Mitbewohner. Wir sind alle nach dem Bilde Gottes geschaffen und gleich. Daher ist jeder Gedanke an Rassendiskriminierung unseren Überzeugungen fremd. Wir halten es für wichtig zu betonen, dass der Fremde nicht weniger wert ist als wir“, sagt Lone Møller-Hansen.

Der Grund für die Aussage ist laut Lone Møller-Hansen, dass in den letzten 20 Jahren bei einem Regierungswechsel in Dänemark immer mehr verzerrte Ausländerbilder aufgetreten sind. Die Meinung ist weit verbreitet. Wichtig ist, dass sich die religiösen Führer auf eine gemeinsame Botschaft einigen, dass Fremde in Dänemark angemessen behandelt werden sollten.

Lone Møller-Hansen hofft, dass die Nachricht gehört wird. „Erstens denke ich, dass dies das Bewusstsein dafür schärfen wird, dass wir uns auf die Botschaft einigen. Wir haben eine gemeinsame Position und sie bringt uns zusammen. Das ist das Signal, das wir senden. Es geht um unser gemeinsames Anliegen und unser gemeinsames Leben“, sagt sie.

Abschließend betont sie, dass sich die Aussage nicht speziell an Bornholm und an die Inselbewohner richtet. „Wir glauben nicht, dass die Fremden auf Bornholm schlecht behandelt werden. Es geht allgemeiner um eine grundsätzliche Haltung, die wir in Dänemark haben“, schließt sie.

von

Günter Schwarz – 01.06.2020

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