(Kiel) – Die amerikanische Fliegerbombe am Kieler Holsteinstadion ist soeben entschärft worden. Sie war bei Arbeiten am Holsteinstadion entdeckt worden. Von 11:00 Uhr an wurden die Straßen um den Fundort der Bombe herum gesperrt, darunter auch die Bundesstraßen 76 und 503.

Bis 12:00 Uhr mussten alle rund 2.600 Anwohner aus fast 2.000 Haushalten in dem Bereich ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben. Die Entschärfung begann gegen 12:30 Uhr nachdem sichergestellt war, dass sich niemand mehr im Sperrbereich aufhielt.

Die Bombe befand sich in einem schlechten Zustand. Um die beiden Zünder sicher entfernen zu können, setzten die Kampfmittelräumer eine ferngesteuerte Wasserschneidetechnik ein. Daher rechnete die Polizei schon von vornherein mit einer längeren Dauer der Entschärfungsarbeiten. Es handelte sich um eine amerikanische Fliegerbombe von 500 Pfund.

Gegen 15:05 Uhr waren die Arbeiten beendet.

Die Anwohner hatten sich auf eine mehrstündige Abwesenheit einrichten müssen. Als Ersatzunterkunft stand die Tallinnhalle der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule im Elendsredder 26 in Kiel bereit.

Die Straßensperrungen sind aufgehoben. Anwohner können zurück in ihre Wohnungen.

von

Günter Schwarz – 07.06.2020

Foto: Archivbild einer 500 Pfund amerikanischen Fliegerbombe