(Horsens) – Die Sydøstjyllands Politi (Südostjütland Polizei) verklagt den Eigentümer einer Aquakultur und will einen Gewinn von mindestens 190 Mio. Kronen (25,49 Mio. Euro) beschlagnahmen. Die Polizei geht davon aus, dass ein Aquakulturunternehmen und der Eigentümer des Unternehmens, ein 49-jähriger Mann aus Juelsminde, gegen das Strafgesetzbuch und das Umweltschutzgesetz verstoßen haben.

Aufgrund seiner Komplexität und seines Umfangs wurde der Fall dem Generalstaatsanwalt von Viborg vorgelegt, der die Entscheidung der Sydøstjyllands Politi akzeptiert hat, die Anklage auf der Grundlage umfangreicher Ermittlungen zu erheben.

Der Fall gegen den 49-jährigen Eigentümer und sein Aquakulturgeschäft umfasst drei Aquakulturen mit Fischproduktion im und vor dem Horsensfjord. Bei der Anklage geht es im Allgemeinen um die Überschreitung von Umweltgenehmigungen und Umweltverschmutzung durch Aquakulturen. Die Sydøstjyllands Politi untersucht den Fall seit Dezember 2015, als der erste Bericht über den Verdacht auf Überbeanspruchung der beiden Aquakulturen einging.

Seitdem ist im Juni 2018 eine weitere Überprüfung erfolgt. Nach Durchsuchungsmaßnahmen und umfangreichen Ermittlungen werden nun insgesamt 31 Fälle strafrechtlich verfolgt. Das Aquakulturunternehmen und sein 49-jähriger Eigentümer werden in allen 31 Fällen angeklagt, die über die Umweltgenehmigungen des Unternehmens im Zeitraum 2013-2018 hinausgehen, in denen der Verdacht besteht, dass das Unternehmen eine wesentlich größere Menge Stickstoff und Phosphor als zulässig ins Meer eingeleitet hat. Sowohl das Unternehmen als auch der Eigentümer bekennen sich schuldig

Darüber hinaus umfassen die Anklagepunkte auch unrichtige Angaben im Zeitraum 2014-2018 über die Aquakulturversorgung mit Putfish, die Produktion, den Futterverbrauch und die Nährstoffeinleitung, die sowohl der Kommune als auch der dänischen Umweltschutzbehörde und der dänischen Fischereibehörde übermittelt wurden.

Die Sydøstjyllands Politi ist der Ansicht, dass das Unternehmen und sein Eigentümer durch die Verletzung des Umweltrechts einen erheblichen Gewinn erzielt haben. Insgesamt wird der Gewinn auf rund 190 Millionen Kronen, die die Polizei beschlagnahmt, wenn die Angeklagten für schuldig befunden werden. Darüber hinaus möchte die Polizei, dass der Fall mit einer Gefängnisstrafe für den Eigentümer und einer Geldstrafe für das Unternehmen beigelegt wird.

Der Fall muss noch vor dem Gericht von Horsens verhandelt werden. Die Sydøstjyllands Politi kann derzeit keine weiteren Einzelheiten zu dem Fall mitteilen, da diese vor Gericht geprüft werden müssen, wenn Beweise, Aussagen und Erklärungen vorliegen.

von

Günter Schwarz – 09.06.2020

Foto: Archivbild