(Aarhus) – Die neue Zusammenarbeit mit Grønlands größter Reederei bedeutet mehr Umsatz für Aarhus-Unternehmen und kann neue Arbeitsplätze in Østjyllands (Ostjütlands) größter Stadt schaffen. Am Freitagmorgen traf das erste einer großen Anzahl grönländischer Containerschiffe im Hafen von Aarhus ein.

Dieses ist auf eine neue Zusammenarbeit zwischen dem Hafen von Aarhus und der „Royal Arctic Line“ zurückzuführen, die den größten Teil der grönländischen Waren transportiert. „Es ist fantastisch. Es ist ein historischer Tag, denn es ist das erste Mal, dass die „Royal Arctic Line“ den Hafen von Aarhus mit einem Schiff anläuft“, sagt Thomas Haber Borch, Direktor des Hafens von Aarhus.

Die „Royal Arctic Line“ ist seit 47 Jahren im Hafen von Aalborg ansässig, und erst 2017 entschied die grönländische Reederei, auch Aarhus anzufahren. Im Jahr 2017 nannte die „Royal Arctic Line“ unter anderem den Schritt, dass die Infrastruktur in Aarhus besser sei, dass es bessere Liegebedingungen, eine höhere Produktivität und Kapazität gibt und dass es bessere Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit einigen der großen Containerunternehmen gibt. Insgesamt rechnet die Reederei damit, durch den Umzug, der jetzt stattgefunden hat, ihren Umsatz jährlich um mehr als 70 Mio. Kronen (9,4 Mio. Euro) steigern zu können.

Die neue Zusammenarbeit kommt nicht nur der grönländischen Reederei zugute. Sowohl der Hafen von Aarhus als auch die Stadt Aarhus werden in Zukunft davon profitieren. „Dies bedeutet direkt, dass sowohl der Hafen von Aarhus als auch die im Hafen tätigen Unternehmen höhere Einnahmen erzielen werden. Langfristig wird es hoffentlich auch eine erhöhte Anzahl von Arbeitsplätzen bedeuten“, sagt der Hafen von Aarhus.

„Der Hafen von Aarhus hat die besten Verbindungen zum Rest der Welt, und dieses bedeutet auch, dass weniger Güter per LKW transportiert werden müssen, was letztendlich zu weniger CO₂-Emissionen führt“, sagt Thomas Haber Borch.

Thomas Haber Borch nennt Freitag, den 12. Juni, einen historischen Tag für den Hafen von Aarhus.

In erster Linie geht es jedoch um einen guten Start in die neue Zusammenarbeit. „Hier im Hafen von Aarhus werden wir alles tun, um unseren Wert zu beweisen,“ sagt Thomas Haber Borch.

Im Jahr 2017 gab es zunächst Missverständnisse zwischen dem Hafen von Aalborg und der „Royal Arctic Line“ im Rahmen der Ankündigung, dass die Reederei nach Aarhus ziehen würde. Der Vertrag mit dem Hafen von Aalborg lief noch bis Ende 2022, und laut Bürgermeister Thomas Kastrup-Larsen hatte die Kommune Aalborg große Investitionen in den Grønland-Kai getätigt. Sie hatten dieses in der Überzeugung getan, dass die „Royal Arctic Line“ die Vereinbarung einhalten würde, den Hafen von Aalborg als Basishafen beizubehalten.

Infolgedessen drohte Aalborg mit einer Entschädigung in Höhe von 200 Mio. (26,83 Mio. Euro). „Der Schadensersatzanspruch wurde von den Rechts- und Finanzberatern von Aalborg Havn auf der Grundlage einer deutlich verkürzten Abschreibungsfrist für die Hauptinvestitionen geltend gemacht“, sagte der Aalborger Bürgermeister 2017 in der Pressemitteilung. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um leere Drohungen handelte, und der Schadensersatzanspruch wurde nie geltend gemacht.

von

Günter Schwarz – 13.06.2020

Fotos: Royal-Arctic-Line