(Odense) – Die Kommune Odense ist nicht mehr zuversichtlich, dass die Leitung der Fynske Opera (Fünen-Oper) angemessen kontrolliert wird. Die Fynske Opera erhält von der Kommune jährliche Betriebskostenzuschüsse in Höhe von rund 4 Mio. Kronen (536.6 Tsd. Euro). Aber jetzt hat die Kommune das Vertrauen sowohl in die Geschäftsführung als auch in den Vorstand verloren.

Daher wird die Fynske Opera einer genaueren Prüfung unterzogen, bis die Kommune wieder zuversichtlich ist, dass die wirtschaftlichen und administrativen Bedingungen wieder zufriedenstellend geregelt sind. „Wir haben das Ganze überprüft und festgestellt, dass etwas fehlt“, sagt Martin Petersen, Leiter der Abteilung für Freizeit und Kultur in der Kommune Odense.

Die strengere Aufsicht erfolgt, nachdem die Oper nicht in der Lage war, Protokolle von Vorstandssitzungen vorzulegen oder der Kommune eine unterzeichnete Geschäftsordnung vorzuweisen. Darüber hinaus gab es inkonsistente Informationen sowohl vom Management als auch vom Vorstand.

Der Vorstandsvorsitzende der Fynske Opera, Rune Kallager, erkennt an, dass das Management nicht die Kontrolle hatte. „Die Berichte waren für die Kommune nicht zufriedenstellend, und es liegt in unserer Verantwortung, sicherzustellen, dass das Management diese Dinge ordentlich handhabt“, sagt er. Er weiß jedoch nicht, warum das Management es nicht gemeldet und registriert hat, was sie sollten. „Wir waren wahrscheinlich etwas zu naiv“, meint er.

Laut Martin Petersen ist die Beziehung ernsthafter gefährdet als je zuvor. „Es muss in einem Kontext gesehen werden. Es gibt mehrere Bedingungen, die sie nicht erfüllen, um Subventionen von der Kommune Odense zu erhalten“, sagt er.

Die Kommune Odense hat jetzt eine Roadmap vorbereitet, um die Fynske Opera wieder in Gang zu bringen. „Wir prüfen, wie wir die strengere Aufsicht installieren können“, sagt der Abteilungsleiter. Martin Petersen gibt an, dass sie auch untersuchen, wie etwas schief gehen könnte. „Wir wollen eine Wiederholung vermeiden, also wollen wir dem Fall auf den Grund gehen“, sagt er.

Laut Rune Kallager hat der Vorstand der Fynske Opera einen guten Dialog mit der Kommune Odense aufgenommen. „Wir fangen jetzt an, die fehlenden Papiere nachzuliefern und zu sehen, was sonst noch fehlt“, sagt er.

Neben dem Mangel an Tagesordnungen und inkonsistenten Informationen kritisiert die Kommune unsystematische Praktiken bei der Wahl von Vorstandsmitgliedern und dass sich die Organisationsstruktur stark verändert. Nach Angaben der Kommune Odense führt dieses zu einem Mangel an Professionalität und Kontinuität.

Der Verwaltungsrat der Fynske Opera erklärt, er sei bereit, Unterstützung zu leisten, damit zukünftig korrekte Informationen und Dokumente rechtzeitig an die Kommune Odense gesendet werden.

von

Günter Schwarz – 13.06.2020

Foto: Archivbild