(Lübeck) – In den vergangenen Wochen kam es vermehrt zu Meldungen von sogenannten Magnetanglern im Gebiet der Hansestadt Lübeck. Hierbei handelt es sich um Personen, die mittels eines leistungsstarken Magneten in Gewässern nach metallischen Gegenständen suchen.

Diese Handlung, wenn sie ohne Genehmigung der oberen Denkmalschutzbehörde (für den Bereich Lübeck: Hansestadt Lübeck, Bereich Archäologie und Denkmalpflege) ausgeübt wird, kann nicht nur eine Straftat nach dem Gesetz zum Schutz der Denkmale (Denkmalschutzgesetz-SH), sondern auch eine große Gefahr darstellen.

Neben Mengen von metallischem Schrott, liegen teilweise auch Waffen- und Munitionsreste im Wasser, die dort nach etlichen Jahren stark verrostet sein können. Diese Kampfmittel sind auch nach Jahrzehnten noch extrem gefährlich, da mögliche Sicherungsstifte der Munition nach vielen Jahren im Wasser stark korrodiert sind und somit bei einer möglichen Bewegung der Munition zerfallen und eine Explosion hervorrufen können. Es ist zudem gemäß Kampfmittelverordnung-SH verboten, diese zu berühren, ihre Lage zu verändern und in Besitz zu nehmen oder zu beseitigen.

Fragen zum Denkmalschutzgesetz und möglichen Genehmigungen sind zu stellen an: Bereich Archäologie und Denkmalpflege Hansestadt Lübeck, Meesenring 8, 23566 Lübeck

Quelle: Pressemitteilung der Denkmalpflege Hansestadt Lübeck vom 16.06.2020 um 13:24 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 16.06.2020

Foto: Archivbild