(Smedager) – Obwohl sie jung und unerfahren sind, kann das Youngster-Paar „Bonnie & Clyde“ einen Erfolg vermelden, der sie nächstes Jahr nach Smedager zurückkehren lässt. „Es ist super, super erfreulich“, sagt Mogens Lange von „storkene.dk“ über das erste Junge des Jahres im Nest von Smedager.

Für Leser, die im totalen Coronakoma waren, können wir das Drama dahinter einfach zusammenfassen: Zuerst kam „Annika“ ins Nest zurück und traf sich dort wie in den Jahren zuvor mit ihrem Partner „Tommy“. Aber dann ist „Tommy“ verschwunden, und er wird jetzt für tot gehalten. In dem Zusammenhang tauchten plötzlich zwei fremde Störche auf, die „Annika“ davonjagten und das Nest mit Eiern und allem übernahmen.

An einem Punkt des Dramas hatte Mogens Lange das Gefühl, dass die beiden neuen Störche zu jung waren, um eine neue Familie zu gründen. Die beiden neuen Störche, die nach einer großen Abstimmung „Bonnie & Clyde“ getauft wurden, legten drei Eier, von denen aus einem jetzt ein Junges geschlüpft ist.

Mogens Lange von „storkene.dk“ hält die beiden neuen Störche immer noch für sehr jung. Dieses kann zum Beispiel dadurch gesagt werden, dass sie die alten Eier von „Tommy“ und „Annika“ nicht über die Nestkante hinausgeworfen haben.

„Deshalb ist es wirklich gut, dass sie jetzt ein Junges bekommen haben, und wenn es überlebt, werden sie eine Erfolgserfahrung haben, und dann besteht eine größere Chance, dass sie nächstes Jahr in das Nest zurückkehren“, sagt Mogens Lange.

Storchenfamilien sind sehr unsentimental. Sobald die Jungen aus dem Nest fliegen, sind sie weg. Dennoch ist es für die Störche wichtig, dass sie ihre Nachkommen großziehen und flugfähig machen. „Deshalb wäre es schön, wenn ein Junges mehr käme. Dann besteht eine größere Chance, dass eines von ihnen überlebt. Den Störchen ist es egal, welches Junge sie losschicken – Hauptsache ist, dass eines auf die Flügel kommt“, sagt Mogens Lange.

Das derzeitg warme Wetter erhöht auch die Überlebenschancen des jungen Storchs. „Bonnie & Clyde“ scheinen den gleichen Bezug wie das vorherige Storchenpaar zu dem Nest in Smedager gefunden zu haben.

„Wir können sehen, dass sie das Junge mit Regenwürmern füttern. Dieses zeigt, dass sie es für klug gefunden haben, dort nach einem Nest zu suchen, wo die Bauern die Felder bewässern. Dann gibt es Nahrung, auch wenn wir eine längere Zeit ohne Regen haben“, sagt Morten Lange.

Er erwartet auch, dass im Nest in den nächsten 24 Stunden ein weiteres Junges schlüpfen wird.

Bilder der TV-Nestkamera Live aus dem Storchennest in Smedager hier:

https://www.tvsyd.dk/tema/storkene-i-smedager

von

Günter Schwarz – 16.06.2020

Foto: Storkene.dk