(København) – Das Frihedsmuseet (Freiheitsmuseum) in København hat eine digitale Karte entwickelt, die den Kampf der Widerstandsbewegung gegen die deutsche Besatzungsmacht und die für die Deutschen produzierenden Unternehmen zeigt.

In Odense wurden Bomben gelegt, in Svendborg große Feuer gelegt und Waffen gegen die Menschen der Widerstandsbewegung eingesetzt. All dieses und noch viel mehr fand während des Zweiten Weltkriegs auf Fyn (Fünen) statt.

Und jetzt können die Bewohner Fünens mit einer neuen, vom Frihedsmuseet erstellten digitalen Karte klüger über die Aktionen und Sabotageakte der Widerstandsbewegung auf ihrer Insel werden.

1944 befand sich in der Algade 62 mitten in Ringe eine Autowerkstatt. Am 8. November standen drei Fahrzeuge der deutschen Streitkräfte zur Reparatur darin. In der Werkstatt wurden drei Bomben platziert und die drei Autos vollständig zerstört. Die Flammen der Explosion breiteten sich auf den Rest der Werkstatt aus und brannten alles nieder.

Die Geschichte der Sabotageaktion in der Autowerkstatt in Ringe ist nur eine von vielen, über die man lesen kann, wenn man auf der Karte des Frihedsmuseet herumklickt.

„Die Karte steht jedem zur Verfügung, der sehen möchte, ob in dem Gebiet, in dem er lebt, etwas passiert ist. Oder in einem anderen Bereich, an dem sie interessiert sind“, sagt Museumsinspektor des Frihedsmuseets, Henrik Lundbak, in einer Pressemitteilung.

Die Karte zeigt nicht nur die wichtigsten Sabotageaktionen in der Industrie, sondern auch alle Lieferungen von Waffen und wo alliierte Agenten ins Land kamen.

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„Das Frihedsmuseet ist eingerichtet worden, um den Widerstandskampf in Dänemark gegen die deutschen Besatzer zu dokumentieren. Ein Teil dieser Rolle besteht darin, die verschiedenen Maßnahmen der Widerstandsbewegung in Bezug auf Sabotage gegen Unternehmen, die für die Deutschen gearbeitet haben, sowie ihrer Waffen und der alliierten Agenten abzubilden“, sagt Henrik Lundbak

von

Günter Schwarz – 18.06.2020

Foto: Frihedsmuseet