Jedes Jahr am Abend des 23. Juni vor Sankt Hans, wird in ganz Dänemark das Mittsommerfest oder auch die Sonnenwende gefeiert. Die Dänen nennen diesen Abend den „Sankt Hans Aften“, an dem überall im ganzen Land viele kleine und große Feuer den Nachthimmel erhellen und Tausende Menschen versammeln sich an diesem traditionsreichen Lagerfeuer.

Die Polizei ist besorgt, dass sich zu viele um diese Lagerfeuer versammeln, da in diesem Jahr auch sie Coronarregeln beachtet werden müssen. Mit dem Vorhandensein des Coronavirus im Land ist nicht alles so, wie es normalerweise ist, und die Sankthansfester-Besucher müssen eine Reihe von Beschränkungen einhalten, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern.

Gemäß den Regeln kann man sich in Dänemark derzeit bei Großveranstaltungen mit bis zu 500 Personen versammeln, wenn sich der wesentliche Teil gemäß den Richtlinien verhält. Laut dem Nationalt Beredskabscenter (Nationales Notfallzentrum) der Rigspolitiet (Reichspolizei) wird es jedoch sehr schwierig sein, dieses zu überwachen und sicherzustellen.

Daher wird gefordert, dass sich die Bürger auf jeden Fall in Gruppen mit unter 50 Personen versammeln sollen. Dieses erklärt John Jensen, stellvertretender Polizeiinspektor vom Nationalt Beredskabscenter der Rigspolitiet.

„Die Sorge ist, dass Sie denken, sie können bis zu 500 Personen sein, weil sie sich hinsetzen. Deshalb möchten wir es unterbinden und sagen, dass Sie sich bewusst sein müssen, dass, obwohl viele sitzen, die Regel von maximal 50 Personen immer noch gilt“, sagt er.

Aufgrund der derzeitigen Coronarbeschränkungen ist es verboten, Veranstaltungen, Aktivitäten oder dergleichen abzuhalten oder daran teilzunehmen, bei denen mehr als 50 Personen gleichzeitig anwesend sind.

Das Verbot gilt nicht in Privathäusern und Gärten. Hier können sich auch bis zu 500 Personen versammeln. Dennoch ruft die Polizei nicht dazu auf, die Feuer ausfallen zu lassen, betont John Jensen, denn wenn sich die meisten Gäste unter Einhaltung der Abstandsregel hinsetzen, dürfen sich bis zu 500 versammeln.

John Jensen fordert die Organisatoren lediglich auf, eine so große Teilnahme zu vermeiden. „Wir lassen uns von der Tatsache leiten, dass wir von den Bürgern etwas mehr Vernunft erwarten als in Jahren zuvor“, sagt der.

„Normalerweise laden Sie Landbesitzerverbände und andere zu einem Treffen ein, und dann tauchen die Menschen einfach auf und plötzlich sind es weitaus mehr als 50 Jahre Leute. Und sie stehen näher zueinander als erlaubt“, sagt John Jensen und fährt fort: „Deshalb fordern wir maximal 50 Personen. Alles andere ist schwer zu kontrollieren. Es bedarf strikter Organisatoren, um das zu schaffen.“

Um diese Sankthansfester abzuhalten. ist nicht die Erlaubnis der Polizei erforderlich.

von

Günter Schwarz – 20.06.2020

Foto: Archivbild