(Smedager) – Am Samstagmittag wurde das Storchjunge in Smedager mit Unterstützung der Feuerwehr Tinglev beringt, damit man den Vogel in Zukunft auf seinem Weg durchs Leben verfolgen kann.

Am Samstagmittag erhielt das neue Storchjunges in Smedager einen Besuch. Hierher kam die Feuerwehr Tinglev mit seinem Feuerwehrauto, um den erfahrenen Ringmarker Hans Skov in die Luft zu schicken, damit der neue Storch eine ID-Nummer bekommen konnte.

Und alles verlief wie geplant und völlig undramatisch, sagt er. „Es drückt sich und stellt sich tot, und dann ist es sehr einfach zu handhaben“, sagt Hans Skov vom Zoologisk Museum København nach dem Beringen.

Das Storchjunge wurde mit einem kleinen Stück Aluminium markiert, das am unteren Teil des Storchenfußes angebracht wurde. Auf der Markierung befindet sich eine ID-Nummer, mit der andere Vogelfreunde melden können, wo und wann sie ihn sehen. Auf diese Weise kann man die zukünftigen Bewegungen des Storchs verfolgen.

Und um das Nest herum hatten sich auch Leute eingefunden, um die Beringung des Storchjungen zu verfolgen. Hans Skov schätzt, dass während des Beringens etwa vierzig Personen anwesend waren, und als er wieder vom Aufzug herunterkam, hatten die Leute viele Fragen.

„Das Gespräch ging vornehmlich um den Vorgang des Beringens. Man kann nicht viel sehen, wenn man auf dem Boden steht, also gibt es viele, die fragen, was dort oben geschehen ist“, sagt er.

Als Hans Skov das Beringen beendet hatte, bemerkte er etwas im Nest, das nicht da sein sollte. „Es gab etwas Nylon an fünf oder sechs Stellen im Nest, also fing ich an aufzuräumen, weil das Kind sich leicht darin einwickeln kann. Und dann bekam es auch frisches Heu und zusätzlichen Fisch, falls es lange dauern sollte Zeit, bevor die Eltern zurückkommen sollten, um es zu füttern“, sagt er.

Hans Skov entfernt Nylon aus dem Nest.

Aber es dauerte nicht lange, bis ein Elternstorch bei dem Storchenjungen zurück war und wieder Freude im Nest herrschte. Und die gute Elternschaft konnte man sehen und fühlen, als Hans Skov am Nest war. „Als ich das Junge untersuchte, war es nicht dünn, und es hatte eine gute Federentwicklung und war in einem guten Fütterungszustand. Es scheint in gutem Zustand zu sein, obwohl einige Storchenanhänger das Gegenteil gemeint hatten“, sagt Hans Skov.

Neben der Ringmarkierung hat Hans Skov heute eine kleine Brustfeder von dem Storchjungen genommen, die er für einen DNA-Test eingeschickt hat. In einigen Tagen wird es eine Antwort darauf geben, welches Geschlecht der Storch hat.

Die Ringmarkierung ist drei Zentimeter hoch, und auf ihr kann man mit einem guten Fernglas aus einer Entfernung von 100 Metern die Beschriftung sehen.

Verfolgen Sie hier live das „Familienleben“ der Störche in Smedager über die TV-Nestkamera:

https://www.tvsyd.dk/tema/storkene-i-smedager

von

Günter Schwarz – 26.07.2020

Fotos: Storkene.dk