In der Region Syddanmark (Süddänemark) ging die Zahl der Übernachtungen in den drei Sommermonaten im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 5,4 Prozent zurück. Nach einem Frühling im Gefrierschrank gibt es jedoch immer noch Grund, sich über den Tourismus im Sommer zu freuen, so die Dansk Erhverv (dänische Handelskammer).

Hotels und Ferienzentren in ganz Dänemark hatten diesen Sommer weniger Übernachtungsgäste als im Sommer zuvor. Von Juni bis August gab es in Dänemark 2,8 Millionen weniger Übernachtungen. Dieses entspricht einem Rückgang von insgesamt 17 Prozent, wie die Zahlen von Danmarks Statistik zeigen.

In der Region Syddanmark ist die Zahl der Übernachtungen im Sommer 2019 im Vergleich zum Sommer 2019 insgesamt um 5,4 Prozent gesunken. Trotz des Rückgangs glaubt Lars Ramme Nielsen, Leiter Tourismus und Erfahrungsökonomie bei Dansk Erhverv, dass es viel schlimmer aussehen könnte.

„Es gibt mehrere andere Regionen, die vor Neid blinzeln. Denn insgesamt sind sie gut aus dem Sommer herausgekommen. Im August konnten sie ein kleines Plus von drei Prozent erhalten. Es reicht nicht aus, den Rückgang ganz auszugleichen, aber immerhin läuft es in der Region Syddanmark deutlich besser als in der Hauptstadt“, sagt Lars Ramme Nielsen.

Ihm zufolge bedeuten die Vielfältigkeit der Westküste mit dem Jahrestag der Wiedervereinigung und ein Monat August mit vielen Sonnenstunden, dass viele Dänen und Deutsche in Syd- og Sønderjylland (Süd- und Südjütland) erleben wollten.

„Die Dänen waren unterwegs und haben ihr eigenes Land erlebt. Die Westküste wurde wiederentdeckt, und im Zusammenhang mit dem Jahrestag der Wiedervereinigung wurde der Schwerpunkt auf die Region gelegt. Dies bedeutet, dass die Dänen unter anderem die Dybbøl-Mølle und die Grenzregion erleben wollten“, sagt er.

Es hat auch einen Schub für die Liegeplätze in den Yachthäfen und auf den Campingplätzen in der Region Syddanmark gegeben. Betrachtet man nur die Anzahl der Übernachtungen auf Campingplätzen in der Region, so hat sich die Zahl von Juni bis August 2020 gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent erhöht.

Die Zahlen von Danmarks Statistik zeigen, dass von den 2,8 Millionen verlorenen Übernachtungen 2,3 Millionen aus der Hauptstadtregion stammen. Und von den 2,3 Millionen betrifft die überwiegende Mehrheit die Hotels und Resorts.

von

Günter Schwarz – 07.10.2020

Foto: Dansk Erhverv