(Nørre Alslev) – Nach dem Fluchtversuch aus dem Herstedvester-Gefängnis ist der U-Boot-Bauer und Mörder Peter Madsen nun in das Storstrøm-Gefängnis verlegt worden.

Der bekannte, zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilte Peter Madsen, der kürzlich aus dem Herstedvester-Gefängnis in Albertslund bei Kopenhagen geflohen ist, soll in das Storstrøm-Gefängnis in Nørre Alslev auf Falster gebracht worden sein, schreibt die Boulevardzeitung „Ekstra Bladet“.

Die Zeitung schreibt, dass Peter Madsen in die speziell gesicherte Abteilung des Gefängnisses gebracht wurde, in der sonst normalerweise Gefangene mit Bandenzugehörigkeit untergebracht sind.

Peter Madsen war zuvor im Herstedvester-Gefängnis bei København inhaftiert, wurde aber nach einem Angriff in das Gefängnishospital gebracht. Er hatte sich mit zwei Mitgefangenen in einer Zelle unterhalten, als ein 18-jähriger Gefangener ihn angriff und ihm mehrmals ins Gesicht schlug, wodurch seine Brille zerbrach. Anschließend musste er im Krankenhaus behandelt werden.

Der 18-jährige Täter, der bereits zusammen mit einem gewalttätigen Mann inhaftiert war, wurde anschließend wegen des Angriffs verlegt.

Peter Madsen wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er den schwedischen Journalisten Kim Wall in seinem U-Boot getötet und anschließend die Leiche im Øresund entsorgt hatte.

Der Vorsitzende der Gefängnisvereinigung, Bo Yde Sørensen, will nicht bestätigen, ob Peter Madsen in das Storstrøm-Gefängnis verlegt wurde. Er erklärt jedoch, dass es nicht erforderlich sei, besonders strenge Regeln für den Umgang mit einem Gefangenen festzulegen, der sich als bedrohlich erwiesen hat und bei dem Gefahr besteht, zu entfliehen. „Im Allgemeinen haben wir in Dänemark Gefängnisabteilungen, die mit extrem gefährlichen Gefangenen umgehen können. Die Regeln sind vorhanden, so dass keine Änderungen der Sicherheit erforderlich sind, um ihn zu überwachen“, sagt Bo Yde Sørensen.

Er weist jedoch darauf hin, dass Peter Madsen zukünftig einen anderen Alltag erleben wird. „Es ist klar, dass ein Gefangener, der in eine Station mit einem solchen Sicherheitsniveau verlegt wird, dieses als einen ganz anderen Alltag erleben wird“, sagt er.

von

Günter Schwarz – 23.10.2020

Foto: Archivbild