(Haderslev) – Mittwoch war 102. Jahrestag seit dem Ende des Ersten Weltkriegs. Er forderte Millionen von Toten. Diesem Tag wurde an mehreren Orten in Sønderjylland (Südjütland) gedacht, unter anderem bei der Kranzniederlegung in Klosterkirkegården und auf dem Damager-Friedhof in Haderslev.

Da wir momentan in der Covid-10-Krise leben, war der Gedenkgottesdienst auf wenige Teilnehmer beschränkt. Zu den Vertretern des Slesvigske Fodregiments (Schleswigsche-Fußregiments) in Haderslev gehörten Vertreter der Kommune Haderslev sowie die deutsche Pastorin Christa Hansen und der deutsche Konsul Carsten Friis.

Der Tag der Erinnerung begann um acht Uhr in der Haderslev-Kaserne, wo der Dannebrog zum Klang von „Honnør for konge og Flag“ (Ehre für König und Flagge) gehisst wurde. Ungefähr 10 Millionen Soldaten starben auf den Schlachtfeldern des Krieges, unter denen auch rund 5.000 Sønderjyske bzw. Nordschleswiger waren, aber es gab auch eine große Anzahl verwundter und lebenslang behinderter Soldaten, Kriegsgefangene sowie viele, viele Menschen, die zum Kriegsende und nach dem Krieg von 1918 bis 1920 in drei Wellen eine leichte Beute der Spanischen Grippe wurden. Bei einer Weltbevölkerung von etwa 1,8 Milliarden forderte die Pandemie laut WHO zwischen 20 Millionen und 50 Millionen Menschenleben, und andere Schätzungen reichen bis zu 100 Millionen.

Es wird daher geschätzt, dass der Krieg 40 Millionen Menschenleben gefordert hat. Ja, es gibt Wissenschaftler, die sogar von bis zu 60 Millionen Toten sprechen.

von

Günter Schwarz – 12.11.2020

Foto: Haderslev Kaserne