(Silkeborg) – Am Sillerup Væld bei Silkeborg befand sich seit 65 Jahren eine Fischfarm für die Fischzucht. Jetzt wurde die Fischfarm entfernt, damit sich die Natur wieder ausbreiten kann. Seit 1955 wurde das Wasser vom Sillerup Væld bei Silkeborg zur Fischzucht in der Fischfarm verwendet. Jetzt sind die Fische verschwunden, damit die Natur und die Quellen wieder hergestellt werden können, wie sie einst in dem wilden der Natur überlassenem Gebiet waren.

So sieht der Sillerup Væld jetzt aus. In den nächsten Jahren wird die Natur sich wieder frei entfalten, um seltene Tiere und Pflanzen eine Heimstatt zu bieten.

Laut der Biologin Bente Sørensen aus der Kommune Silkeborg hat es eine große Bedeutung für die Natur. „Es ist ein ganz besonderes Gebiet mit vielen seltenen Insekten und vielen seltenen Pflanzen, daher hatten wir großes Interesse daran, hier etwas zu machen, das die Natur zurückbringen könnte“, sagt Bente Sørensen.

Bente Sørensen, Biologin in der Kommune Silkeborg.

Die 20 Teiche, die zuvor für die Fischzucht genutzt wurden, wurden stillgelegt, damit die Natur wieder an erster Stelle steht. Das Ziel ist, dass das Wasser aus den beiden Quellen vom Sillerup Væld – Store Væld und Lille Væld – wieder aus dem Boden entspringen zu lassen und dass es weiter in das Gudenå-System fließen kann.

Die ehemalige Fischfarm, in der Fische gezüchtet wurden.

In den letzten zwei Monaten haben Bagger das Gebiet restauriert. „Der offensichtlichste Effekt ist, dass die Nährstoffe, die von der Fischfarm abgegeben wurden – zwischen einer halben und einer ganzen Tonne Stickstoff pro Jahr – jetzt nicht mehr in die Wasserläufe gelangen“, sagt sie und fährt fort: „Wir haben viele Tiere und Pflanzen, die wir schützen und erhalten müssen – einige davon sind sehr selten, deshalb fühlen wir uns in der Kommune Silkeborg besonders verpflichtet, der Natur auf ihrem Weg zu helfen.“

Am Sillerup Væld bei Silkeborg gibt es viele seltene Pflanzen und Tiere.

Die beiden Quellbäche wurden mit Stein- und Kiesböden wiederhergestellt und haben nun wieder eine direkte Verbindung nach Skærbækken. Von Skærbækken soll das Wasser nach Saltenå und weiter in das Gudenå-System fließen. Der Gesamtpreis für das Projekt beträgt vier Millionen Kronen (537 Tsd. Euro). Es ist der Eigentümer des Gebiets und die Kommune Silkeborg, die die Natur wiederhergestellt haben.

Der Vorsitzende des Klima- und Umweltausschusses der Kommune Silkeborg, Claus Løwe Klostergård, steht dem Projekt sehr positiv gegenüber und sagt: „Wir haben große Ambitionen, dass die Natur in der Kommune Silkeborg mehr ausfüllt als bisher. Wir sind in der Kommune Silkeborg mit wunderschöner Natur ausgestattet, aber wir müssen auch sicher sein, dass wir in Zukunft eine wunderschöne Natur behalten.“

Claus Løwe Klostergård, Vorsitzender des Klima- und Umweltausschusses der Gemeinde Silkeborg.

von

Günter Schwarz – 16.11.2020

Foto: Archivbild