(København) – Ein Besuch im alten Tivoli mitten in København soll ein Bild von einem humanitären Gesundheitssystem vermitteln. Krankenhausbetten, Mäntel und Stethoskope werden durch Achterbahnfahrten, Zuckerwatte und farbige Lampen ersetzt. Zumindest erleben das Kinder zwischen 5 und 13 Jahren und in einem der Krankenhäuser der Hauptstadtregion aufgenommen wurden.

So war es im letzten Jahr, und so wird es auch weiterhin sein. Der Tivoli und die Hauptstadtregion Dänemarks haben die im vergangenen Jahr erzielte gemeinsame Vereinbarung verlängert, dass der Tivoli kranken Kindern sowie für einen begleitenden Erwachsenen die Eintrittskarte spendet. „Wir haben eine besondere Verantwortung für die Betreuung unserer Kinder, und für sie kann sich ein Krankenhausaufenthalt oft als unangenehme Erfahrung anfühlen. Daher ist es wichtig, dass die Kinder und ihre Familien auf einen menschlichen Gesundheitsdienst treffen, bei dem es einen Anreiz gibt, um Fürsorge zu zeigen und Hoffnung zu wecken“, sagt Sophie Hæstorp Andersen, Vorsitzende des Regionalrats.

Wenn ein Kind im Krankenhaus ist, kann sich die Zeit leicht lang anfühlen, und deshalb ist Sophie Hæstorp Andersen froh, dass die Vereinbarung mit Tivoli nun dauerhaft ist, so dass man den Kindern und ihren Familien weiterhin etwas bieten kann, auf das die Kinder sich nach Genesung von der Krankheit freuen können.

„Und es macht einen großen Unterschied für die Kinder auf den Stationen, dass sie sich auf etwas freuen können“, sagt die Stationskrankenschwester Annelise Bertelsen, die darüber glücklich ist, den Kindern weiterhin Eintrittskarten überreichen zu können. „Es ist eine große Freude, die Familien ein wenig zu verwöhnen, die so unglücklich sind, dass ihr Kind bei uns aufgenommen wurde. Ein großer Teil unserer Aufgabe besteht auch darin, die Stimmung der hospitalisierten Kinder hoch zu halten, und die Aussicht auf einen angenehmen Tivoli-Besuch mit der Familie ist etwas, das immer ein Leuchten in ihre Augen bringt“, sagt Annelise Bertelsen.

Beim Tivoli sind sie stolz auf die Zusammenarbeit mit der Hauptstadtregion und die guten Erfahrungen, die sie gemacht haben. Dieses bedeutet, dass nun eine ähnliche Zusammenarbeit auch für die anderen Regionen des Landes angeboten wird. Der Tivoli hat eine lange Tradition darin, Kinder, die zum Beispiel von Krankheiten betroffen sind, mit einem Besuch im Tivoli zu erfreuen.

„Wenn Sie ein Kind fragen, das in ein Krankenhaus eingeliefertwird, wissen Sie, dass es lieber mit Mama und Papa zu Hause bleiben würde, als ins Krankenhaus gehen zu müssen. Daher freuen wir uns, dass ein Tivoli-Besuch nun Teil der Behandlung ist, wenn das Kind sein Krankenhausband um sein Handgelenk gelegt bekommt, sagt die Geschäftsführerin vom Tivoli, Susanne Mørch Koch.

Täglich werden durchschnittlich 50 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren in eines der Krankenhäuser der Hauptstadtregion eingeliefert. Der Tivoli bietet Eintritts- und Tourkarten für Kinder zwischen 5 und 13 Jahren an, die mindestens eine Nacht im Krankenhaus verbringen müssen. Ein Kind kann allerdings nur einmal im Jahr einen freien Eintritt erhalten. Der Eintritt für einen begleitenden Erwachsenen ist ebenfalls enthalten.

von

Günter Schwarz – 19.11.2020

Foto: Archivbild