(Brunsbüttel) – Ohne ersichtlichen Grund ist ein Mann in der Nacht zum Sonntag in Brunsbüttel auf die Besatzung eines Streifenwagens losgegangen und hat zwei Beamte verletzt. Er kam letztlich ins Polizeigewahrsam und musste sich einer Blutprobenentnahme unterziehen.

Gegen 23:45 Uhr fuhren zwei Beamte in die „Wurtleutetweute“, um dort einen Einsatz wegen einer Ruhestörung wahrzunehmen. Nachdem die Polizisten ihren Streifenwagen abgestellt und verlassen hatten, ging ein Mann, der mit dem Einsatzanlass in keinem Zusammenhang stand, auf die Streife zu und versuchte in das Polizeifahrzeug zu gelangen. Mit einfacher körperlicher Gewalt verhinderten die Einsatzkräfte das Vorhaben, um sich im Anschluss ihrem eigentlichen Auftrag zu widmen.

Der bis dahin Unbekannte verfolgte die Polizisten allerdings, beleidigte sie und wollte einen Beamten niederreißen. Letztlich brachten die Einsatzkräfte den Betrunkenen zu Boden und legten ihm Handfesseln an. Sie sprachen ihm zur Verhinderung weiterer Straftaten die Gewahrsamnahme aus und brachten den Beschuldigten im Fahrzeug nach Itzehoe.

Auf dem Weg trat der 46-Jährige nach einem der Ordnungshüter, später auf der Dienststelle beleidigte er die Beamten. Ein bei dem Brunsbütteler durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,74 Promille.

Während der Alkoholisierte nach einer Blutprobenentnahme einige Stunden zur Ausnüchterung in der Zelle blieb, begaben sich zwei Einsatzkräfte in ärztliche Behandlung. Sie waren nach dem Angriff verletzungsbedingt erst einmal nicht mehr dienstfähig.

Der 46-jährige Dithmarscher muss sich nun wegen diverser Straftaten verantworten, unter anderem wegen des Widerstandes und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Itzehoe vom 23.11.2020 um 14:03 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 23.11.2020

Foto: Archivbild