(Odsherred) – Die Besucher vom Esterhøjstenen müssen weiterhin vorsichtig sein. Es ist Dänemarks zweitgrößter Wiedervereinigungsstein von rund 25 Tonnen, der im Sommer 1920 in Høve in Vestsjælland (Westseeland) auf dem 89 Meter hohen Esterhøj aufgestellt wurde.

Der Gedenkstein auf der Spitze vom Esterhøj in Odsherred ist sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen beliebt. Das Fehlen von Stufen in der fast 100 Jahre alten Treppe macht es jedoch schwierig und gefährlich, die Spitze des Hügels zu erreichen.

„Sie sind jetzt so abgenutzt, fehlen teilweise und im Laufe der Zeit auch krumm und schief geworden, und sie sind rutschig, wenn sie nass sind“, sagt Michael Andersen von Høve Bylaug. Michael Andersen und andere Bürger in Høve träumen von einer neuen Treppe zum 25-Tonnen-Denkmal, weil die Besucher dorthin sich zunehmend verletzen. „Die Leute haben sich schon die Handgelenke verstaucht und die Knöcheln verstaucht, und dann gab es diesen Sommer, in dem eine Frau so schwer verletzt worden war, dass der Krankenwagen sie direkt vom Hügel abholen musste. Die Sanitäter wagten es kaum, sie zu bewegen“. erzählt Michael Andersen.

Michael Andersen, Høve Bylaug, ist einer der Bürger, die eine neue Treppe zum Gedenkstein auf der Spitze von Esterhøj in Odsherred wollen.

Und die Stufen sind gefährlich, stimmt die Kommune Odsherred zu. „Es waren unsere eigenen Leute, die sich mit der Frage befasst haben, ob eine Renovierung erforderlich ist“, sagt Bürgermeister Thomas Adelskov (Socialdemokraterne).

Die Gelegenheit, eine neue Treppe zu bekommen, bot sich im Frühjahr, als die Kommune Odsherred zwei Wirtschaftprogramme verabschiedete, die die lokale Wirtschaft während der Coronakrise am Laufen halten sollten, und hier entschieden die Politiker, dass die neue Treppe maximal 100.000 Kronen (13.436 Euro) kosten durfte. „Wir haben einige Angebote erhalten, die drei- und viermal höher lagen als das tatsächlich erwartete Geld“, sagt der Bürgermeister.

Daher wurde es mit der Treppe nichts, und es ärgerte die Bürger von Hørve, und sie begannen, selbst Angebote für die Treppe einzuholen. Und es hat sich ausgezahlt.

Thomas Adelskov (Socialdemokratetne), Bürgermeister der Kommune Odsherred

„Wir haben ein Angebot von einem örtlichen Tischlermeister erhalten, der dieses im Rahmen der zugewiesenen Mittel tun kann“, sagt Michael Andersen. Leider hat die Kommune Odsherred die 100.000 Kronen bereits für etwas anderes ausgegeben. „Zum Teil haben wir uns an einigen Orten in der Natur engagiert, und wir haben schon einige verschiedene naturbelassene Orte renoviert, wenn es ging darum, die Natur ein wenig zugänglicher zu machen“, sagt Thomas Adelskov.

Der Bürgermeister sagt jedoch voraus, dass eine neue Treppe nicht völlig außer Planung geraten ist. „Ich kann gut verstehen, dass die Bürger von Høve traurig darüber sind, wir sind es sozusagen auch, dass es offensichtlich so viel teurer sein sollte. Aber wir prüfen jetzt verschiedene Optionen. Wenn sie sich also geduldig verhalten, ist es auch möglich“, sagt er.

Die untere Hälfte der Treppe wurde 2015 renoviert, der obere Teil fehlt jedoch noch.

von

Günter Schwarz – 26.11.2020

Fotos: Kommune Odsherred