(Stockholm) – Die Havariekommission wird den Rumpf des Fährschiffes „Estonia“ untersuchen. Das berichtet schwedisches Radio nach neuen TV-Aufnahmen des Wracks.

Die Havariekommission in Stockholm gibt an, dass Analysen des Rumpfes der Fähre „Estlonia“, die 1994 gesunken ist, aufzeigen sollen, wie ein neu entdecktes Loch im Schiff entstanden ist. Dieses sagte der stellvertretende Generaldirektor Jonas Bäckstrand im Unfalluntersuchungsausschuss gegenüber der Ekot-Redaktion von Swedish Radio.

Er sagt, dass noch keine Entscheidungen über neue Tauchgänge am Rumpf getroffen wurden. „Zunächst geht es darum, anhand von Zeichnungen, Schiffsplänen und anderen Informationen über den Schiffsbau und das Schiffsmaterial zu analysieren, welche Kräfte das Loch im Rumpf verursacht haben könnten und welche Szenarien ein solches Loch wahrscheinlich verursachen“, sagte Jonas Bäckstrand.

Er schließt nicht aus, dass später Entscheidungen über neue Tauchgänge getroffen werden können. Mit einem Tauchroboter aufgenommene Aufnahmen zeigen ein vier Meter langes Loch auf der Steuerbordseite der „Estonia“. Die Entdeckung wurde von einem Filmteam über einen Dokumentarfilm der „Estonia“ gemacht.

Bei dem Schiffbruch kamen 852 Menschen ums Leben.

von

Günter Schwarz – 27.11.2020

Foto: Archivbild