Die Syd- og Sønderjyllands Politi (Süd- und Südjütland Polizei) wird den ganzen Tag und auch in der Nacht über von Bürgern gerufen, die wissen möchten, ob sie über die Grenze nach Deutschland können, um einkaufen. Weihnachten steht vor der Tür und für viele Bewohner der Insel Fyn (Fünen) ist das Einkaufen für die Weihnachtszeit jenseits der Grenze eine Tradition.

Dieses veranlasst viele dazu, sich an die Syd- og Sønderjyllands Politi zu wenden, um sich nach den Regeln zu erkundigen. „Sie rufen aus Odense, Middelfart und dem Rest des Landes an und sagen, sie würden gerne hören, ob sie die Grenze überqueren können, und das belastet unser Service-Center sehr“, sagt Kommunikationsberaterin Helle Lundberg.

Daher weist die Polizei die Menschen darauf hin, stattdessen auf „coronasmitte.dk“ nach Antworten zu suchen.

Sie rufen sogar mitten in der Nacht an und fragen, ob die Grenze offen ist, ob sie nach Deutschland reisen dürfen und ob sie bestraft werden können, wenn sie es tun. „Sie fragen auch, was die Deutschen darüber denken. Aber darüber sind wir nicht informiert und können deshalb dazu keine Ratschläge geben“, sagt die Kommunikationsberaterin. „Es gibt viele Menschen, die offensichtlich ein großes Bedürfnis haben, Mandeln, Schokolade und Schokoladen-Weihnachtsmänner einzukaufen“, sagt Helle Lundberg.

Die Syd- og Sønderjyllands Politi hofft, dass sich die Menschen in Zukunft auf „coronasmitte.dk“ sehen, wenn sie nach Informationen suchen. Derzeit rät das dänische Außenministerium von allen unnötigen Reisen nach Deutschland ab, da das Land die Kriterien für niedrige Infektionsraten nicht erfüllt und Einreisebeschränkungen für Reisende aus Dänemark eingeführt wurden. Darüber hinaus werden alle Reisenden aus Dänemark bei der Einreise nach Deutschland unter Quarantäne gestellt und vor der Einreise digital registriert.

Wenn Dänen gegen die Ministeriumsempfehlung nach Deutschland reisen, wird dringend empfohlen, nach der Rückkehr nach Hause 14 Tage lang die Richtlinien der Gesundheitsbehörden zur Selbstisolierung zu befolgen.

von

Günter Schwarz – 02.12.2020

Foto: Archivbild