(Maribo) – Das Nørregade Teatret hat eine Aufführung inszeniert, die durchgeführt werden kann, ohne in Konflikt mit den aktuellen Coronarbeschränkungen zu geraten. Wie viele andere war es für Nørregade Teatret in Maribo ein hartes Jahr. Aufgrund der Korona musste das Theater in diesem Jahr zwei geplante Aufführungen absagen – und das Theater ist es leid!

In nur dreieinhalb Wochen hat das Theater daher eine Weihnachtsaufführung auf die Beine gestellt, die trotz der Corona aufgeführt werden kann. „Wir freuen uns sehr darüber, weil wir wieder etwas Gutes erleben müssen“, sagt Marie Louise Friederichsen, Vorsitzende des Nørregade Teatrets.

Die Leiterin des Nørregade Teatrets, Marie Louise Friederichsen, ist froh, dass es möglich war, eine Premiere zu begehen.

Am Donnerstagabend gab es daher eine Premiere des alten, bekannten Stückes „Svend, Knud og Valdemar“, zu dem sich 110 Zuschauer angemeldet hatten. Um zu vermeiden, dass die vielen Gäste sich zu nahe kommen, hatte das Theater drei verschiedene Eingänge eingerichtet. Darüber hinaus nahm das Café, in dem die Leute während der Pause eine Erfrischung genießen konnten, maximal 22 Gäste auf. Diese Beschränkungen schienen den Anwesenden jedoch nicht viel zu bedeuten. Sie waren nur froh, dass das Theater es möglich gemacht hatte, wieder eine Aufführung zu zeigen.

„Kultur und Theater war so lange Mangelware“, sagt Jane Andersen aus Maribo. „Hier geht es darum, unter anderem rauszukommen und sozial tätig zu sein, obwohl wir mit einiger Entfernung voneinander sitzen und es alles andere als normal ist. Aber nur um rauszukommen und andere Leute zu sehen, bedeutet viel für das Wohlbefinden und die Psyche“, erklärt Susanne Andersson aus Nørreballe.

„Kultur und Theater sind so lange Mangelware“, sagt Jane Andersen aus Maribo.

Anfang des Jahres musste das Nørregade Teatret die Aufführung „Far til fire“ (Vater von vier Kindern) absagen, da die Vorstellung des Ensembles aufgrund der Corona nicht möglich war. Mit der neuen Aufführung „Svend, Knud og Valdemar“ auf dem Program sieht es wirtschaftlich viel besser aus. „Es macht einiges möglich. Hätten wir mit dem anderen weitergemacht, wäre es nur ein Verlust geworden, weil wir die Aufführung absagen mussten. Aber dieses ist eine neue Inszenierung, und deshalb sind wir so glücklich, unter ein Hilfspaket zu kommen. Deshalb sind wir ein wenig sicherer, auch wenn wir nicht den Publikumsansturm bekommen, den wir normalerweise haben“, sagt Marie Louise Friederichsen.

Insgesamt acht Vorstellungen mit „Svend, Knud og Valdemar“ sind im Nørregade Teatret geplant. Die letzte Vorstellung ist am 13. Dezember. „Wir freuen uns sehr, dass die Zuschauer zu uns kommen und uns helfen, indem das Publikum so loyal zu uns hält. Dann wird es doch noch ein gutes Weihnachtsfest“, sagt Marie Louise Friederichsen.

Was in dem neuen Jahr passieren wird, ist jedoch noch ungewiss. „Wir planen ein großes Neujahrskonzert, bei dem normalerweise 1.100 Menschen in das neue Jahr feiern. Wir müssen es wohl teilen, denken wir, denn niemand weiß, was der Morgen bringen wird. Aber wir tun alles, was wir können, hier im Nørregade Teatret“, sagt die Theaterchefin.

von

Günter Schwarz – 04.12.2020

Fotos: Nørregade Teatret