Aufgrund der Koronakrise hat sich die Art und Weise, wie wir reisen, erheblich verändert. Das Reisebüro„Nilles Rejser“ zieht nun die Konsequenzen daraus und wird Kreuzfahrten ausschließlich in dänischen Gewässern anbieten.

Das Coronavirus hat sich auf fast alle Teile des Alltags der Dänen ausgewirkt. Es hat uns gezwungen, von zu Hause aus zu arbeiten, die Anzahl der Menschen, die wir sehen, zu begrenzen und viele wichtige kulturelle Einrichtungen zu schließen. Es ist natürlich die Coronakrise, über die gesprochen wird. Und in einer anderen Branche, auf die es auch große Konsequenzen hat, sind die Reisegewohnheiten der Menschen.

Von einem Tag auf den anderen wurde die Welt für Reisen geschlossen, und das Niveau des Reisens ist fast auf dem in der Antike zurückgekehrt. Daher musste auch die Reisebranche große Veränderungsbereitschaft zeigen. Auch in Nordjylland (Nordjütland) zieht ein Reisebüro jetzt die Konsequenz mit der Aussicht auf ein Jahr 2021, für das vorausgesagt wird, dass wir nicht so reisen werden wie vor der Corona.

„Nilles Rejser“ wird daher coronasichere Minikreuzfahrten in dänischen Gewässern anbieten. „Die Dänen haben ihre Augen für einen Urlaub im eigenen Land geöffnet, und gleichzeitig besteht nicht die gleiche Unsicherheit bei der Planung eines Urlaubs in Dänemark“, sagt die Geschäftsführerin von „Nilles Rejser“, Miriam Bisgaard Christiansen. Ihr zufolge besteht bei den Dänen ein großer Wunsch, die Welt zu erleben und gleichzeitig die Sicherheit im Zusammenhang mit der Reise zu gewährleisten.

Direktorin von Nilles Rejser, Miriam Bisgaard Christiansen, freut sich darauf, wenn die Coronakrise vorbei sein wird.

Und es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Dänen auf eine Reise mit dem Schoner Maja freuen (siehe Beitragsbild), denn ursprünglich waren im Sommer kommenden Jahres nur sechs Kreuzfahrten im Limfjord geplant, aber aufgrund der großen Nachfrage, die „Nilles Rejser“ erfahren hat. Fügte es jetzt zwei zusätzliche Kreuzfahrten für den nächsten Sommer hinzu. „Ich denke, wir haben mit dieser Initiative etwas richtig gemacht. Der Sommer dieses Jahres hat die Dänen dazu gebracht, die Augen für das zu öffnen, was Dänemark zu bieten hat“, sagt die Direktorin.

Für „Nilles Rejser“ war es auch wichtig, dass die vielen Gäste auf den Kreuzfahrten Geld in den Städten ausgeben, in denen sie Station machen. Wenn sie mit dem Schoner Maja reisen, müssen Sie auch bereit sein, die Nacht in den Städten zu verbringen, in denen sie anlanden werden. Es gibt einfach keine Unterkunftsmöglichkeiten für die 50 Personen, die auf einer einzigen Kreuzfahrt an Bord sein werden. „Bei den Dänen wurde ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass es wichtig ist, das Geld vor Ort auszugeben. Mit dieser Art von Kreuzfahrt können sie sowohl neue Orte kennenlernen als auch ihr Geld in den lokalen Regionen auszugeben“, sagt Miriam Bisgaard Christiansen.

Daher ist es keine vorübergehende Initiative, für die sich „Nilles Rejser“ jetzt geöffnet hat. Sie setzen auch auf Mini-Kreuzfahrten im Sommer 2022. „Wir waren noch nie in einer ähnlichen Situation, daher wissen wir nicht, ob sich die Reisemuster der Menschen dauerhaft geändert haben oder ob wir einfach wieder ,normal‘ werden müssen“, sagt Miriam Bisgaard Christiansen. Die Direktorin endet mit einem Gefühl, das wir wahrscheinlich alle bald kennen. „Hören Sie auf, wir können uns auf den Impfstoff freuen, und wir können hoffentlich nach und nach wieder normal werden“, schließt sie.

von

Günter Schwarz – 06.12.2020

Fotos: Nilles Rejser