Das Det Danske Filminstitut (Dänisches Filminstitut) hat Filme über die Geschichte der Minderheiten in Nord- og Sydslesvig (Nord- und Südschleswig) digitalisiert. Sowohl die deutsche Minderheit in Dänemark als auch das dänische in Deutschland haben alte Filmausschnitte an das dänische Filminstitut geliefert, das nun allen Interessenten die Möglichkeit bietet, sich über die Geschichte der Minderheiten und damit über das Grenzland klüger zu werden.

Dazu gehören Filmausschnitte aus dem Jahr der Wiedervereinigung 1920 bis zu unserer Zeit. Das Filminstitut hat die eingehenden Filmrollen digitalisiert, die einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der Minderheiten bieten. Die Filme kommen von beiden Seiten der Grenze und sind in drei Themenbereichen zusammengefasst.

„Die recht solide Abgrenzung von Dänisch und Nicht-Dänisch entspricht nicht wirklich der Realität. In der Grenzregion leben seit Jahrhunderten zwei Bevölkerungsgruppen nebeneinander. Dieses ist das besondere historische und kulturelle Thema, das wir ab heute mit Live-Bildern aus Dänemark im Film darstellen“, sagt Redakteurin Lisbeth Richter Larsen vom Dänischen Filminstitut in einer Pressemitteilung.

Sie freut sich, die neuen Filme präsentieren zu können, die dazu beitragen, unser Wissen über Minderheiten zu verbessern. „Ich wurde in Sønderborg geboren, bin in Haderslev aufgewachsen, meine Großeltern stammten aus dem Marschland und waren beide zur deutschen Schule gegangen. Das Zusammenleben zweier Sprachen und Kulturen, die sich gegenseitig bestäuben, ist etwas ganz Besonderes“, glaubt sie.

von

Günter Schwarz – 10.12.2020

Foto: Archivbild