Die Schließung in Deutschland wird sich auch auf die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein auswirken. Bei einer Pressekonferenz am Sonntagmittag kündigte der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), an, dass die in Deutschland ab Mittwoch geltenden Sperrregeln auch für das Land gelten werden.

„Ich bin nicht überrascht, weil die Zahl der täglich Infizierten zunimmt und die Zahl der Todesopfer steigt. Es muss also etwas getan werden“, sagt Flemming Meyer, Vorsitzender des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW). Der Norden Deutschlands ist ansonsten der am wenigsten betroffene Teil des dänischen Nachbarlandes im Süden.

In Land Sachsen sind sie am stärksten betroffen, wo sie eine Inzidenzrate von 348,7 Infizierten pro 100.000 Einwohner haben. Im Vergleich dazu liegt die Inzidenzrate in Schleswig-Holstein bei 79. Aber es reicht nicht aus, hier und da abzuschalten, betont Flemming Meyer.

„Obwohl Schleswig-Holstein besser ist als der Rest Deutschlands, ist es äußerst wichtig, dass wir rechtzeitig handeln. Es ist besser, dass wir es tun, bevor wir schlechte Zahlen bekommen. Daran führt kein Weg vorbei“, meint Flemming Meyer.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters werden die Geschäfte in Deutschland am Mittwoch schließen. Nur wichtige Geschäfte wie Supermärkte, Apotheken und Banken dürfen geöffnet bleiben. Die Schulen des Landes sollen ebenfalls ab Mittwoch geschlossen werden, und die Arbeitgeber des Landes werden gebeten, möglichst viele Arbeitnehmer von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Neben der Schließung von Schulen und Arbeitsplätzen wird auch das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten.

Morgen, Montag, muss die Landesregierung innerhalb der Koalition die endgültigen Regeln festlegen, bevor sie anschließend vorgestellt werden. Die Beschränkungen gelten vorerst bis zum 10. Januar 2021.

von

Günter Schwarz – 13.12.2020