(Jalm) – Donnerstag gegen 12:45 Uhr kontrollierte eine Streifenwagenbesatzung der Bundespolizei auf dem Autobahnparkplatz Jalm ein Fahrzeug. Die beiden Insassen wiesen sich ordnungsgemäß mit deutschen Dokumenten aus; es handelte sich um Zwillingsbrüder im Alter von 20 Jahren.

Die Beamten nahmen Marihuanageruch wahr und entschlossen sich, den PKW zu durchsuchen.

Im Handschuhfach entdeckten die Bundespolizisten dann eine Taschenlampe, die sich aber als Elektroschocker entpuppte. Ohne Prüfzeichen stellt dieser Gegenstand einen Verstoß gegen das Waffengesetz dar; es wurde eine Strafanzeige gefertigt, die „Taschenlampe“ sichergestellt.

Im Kofferraum fanden die Bundespolizisten dann diverse leere Sporttaschen mit Anhaftungen von Betäubungsmitteln. In einer entdeckten sie ein Bündel mit Fünf-Euroscheinen. Auf Befragen, ob die Männer noch mehr Bargeld mitführten, übergab der 20-Jährige eine Tasche. In dieser befand sich weiteres Bargeld, insgesamt über 25.000 Euro.

Der Fahrer gab an, das Geld für einen Freund aufbewahrt zu haben. Da der Verdacht der Geldwäsche bzw des Rauschgifthandels bestand wurde eine Streife des Zolls hinzugerufen.

Die Personen, das Bargeld und das Elektroimpulsgerät wurden an das Zollfahndungsamt Hamburg – Dienstsitz Kiel zwecks weiterer Ermittlungen übergeben. Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Flensburg vom 14.12.2020 um 12:27 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 14.12.2020

Foto: Bundespolizeiinspektion Flensburg